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Wettbewerb : Klein-Hollywood aus dem Privatarchiv

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Unter dem Motto „Rendsburg im Film“ findet am 3. Oktober eine Matinee im Kinocenter statt. Die Initiatoren sind auf der Suche nach geeigneten Aufnahmen.

Sollte es gut laufen, könnte ein großer Berg an Arbeit auf die Jury zukommen: Das Kinocenter, der Verein VHS Rendsburger Ring und die städtischen Museen wollen die Rendsburger dazu ermuntern, ihre privaten Film-Schätze zu veröffentlichen. Die besten Beiträge sollen auf einer Matinee am 3. Oktober gezeigt werden. Bis zum 1. Juni kann man seine DVDs, Super-Acht-Filme oder VHS-Kassetten im Kinocenter einreichen.

„Rendsburg im Film“ lautet das Thema dieses Projekts. Und das ist auch schon die einzige inhaltliche Vorgabe. Denn ob Kurz-Dokumentation, Spielfilm oder Comedy – der Jury ist jeder Film willkommen, sofern das Werk einen klaren Bezug zur Region Rendsburg hat. Zudem gibt es keine Epochen-Vorgabe. Je vielfältiger, desto besser. Filme aus den zwanziger Jahren können genauso eingereicht werden wie Kurz-Aufnahmen, die beispielsweise mit Hilfe einer Smartphones entstanden sind. Letzteres hat die Kino-Chefin Nicole Claussen auf die Idee gebracht hat, private Filmschätze der Öffentlichkeit zugänglich zu machen: „Ich habe im Internet entdeckt, dass es sehr viele Aufnahmen über Rendsburg gibt.“

Sämtliche Filme werden von einer fünfköpfigen Jury gesichtet. Zu dieser zählen der Kreiskulturbeauftragte Reinhard Frank, Pastor Henning Halver, Gleichstellungsbeauftragte Edith Berkau, der ehemalige Kreiskulturamtsleiter Manfred Marschall und der Leiter der städtischen Museen, Dr. Martin Westphal. Die Kriterien, nach denen sie die Filme begutachten wollen, stehen allerdings noch nicht fest: „Wir wissen ja auch gar nicht, was uns erwartet“, sagt Westphal. Gesetzt hingegen ist, dass mehrere Filme prämiert werden. Zu gewinnen gibt es unter anderem eine Jahreskarte für das Kinocenter.

Damit der Jury die inhaltliche Zuordnung erleichtert wird, sollten die Filme entsprechend gekennzeichnet sein. Idealerweise werden auch Super-Acht-Filme aus den siebziger Jahren auf DVD eingereicht. Wer dies technisch nicht bewältigt, sollte trotzdem an dem Wettbewerb teilnehmen. Die Jury kann auf die erforderlichen Abspielgeräte zugreifen.

Westphal ist „schlichtweg neugierig auf das, was kommt“. Dabei müssen es keine künstlerischen Meisterleistungen sein. Er legt Wert auf Authentizität. Beispielsweise Bilder eines Traumschiffs aus den sechziger Jahren vor Menschen in der Kleidung der sechziger Jahre: „Und davor noch ein Ford Taunus.“ Und Manfred Marschall träumt davon, dass die historische Bausubstanz ein Stück weit lebendig wird. „Rendsburg hat so viele Gebäude abgerissen. Die könnten in den Filmen wieder auftauchen.“

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erstellt am 12.Mai.2014 | 14:41 Uhr

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