zur Navigation springen

Handball SH-Liga der Männer : Klassenerhalt trotz Niederlage

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Handball-SH-Liga der Männer: 32:33 gegen den TSV Kronshagen bleibt für den TSV Alt Duvenstedt ohne Folgen

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2017 | 12:14 Uhr

Im letzten Heimspiel der Saison kassierten die SH-Liga-Handballer des TSV Alt Duvenstedt eine ärgerliche 32:33-Niederlage gegen den TSV Kronshagen. Dennoch hatten Trainer Thomas Carstensen und seine Spieler allen Grund zu Feiern, denn nach der 22:23-Niederlage der HSG Horst/Kiebitzreihe tags zuvor gegen die HSG Weddingstedt/Hennstedt/Delve stand der Klassenerhalt der Alt Duvenstedter vorzeitig fest. Auch die HSG Eider Harde verabschiedete sich mit einer Pleite von den heimischen Fans. Gegen die HSG Nord-NF hieß es nach 60 Minuten 27:33. Der Büdelsdorfer TSV verlor das Duell der Kellerkinder beim ATSV Stockelsdorf mit 30:31.

HSG Eider Harde – HSG Nord-NF 27:33 (11:17)

Die Spieler der HSG Eider Harde dürften froh sein, wenn sie am kommenden Wochenende endlich den Deckel auf die Saison schrauben können. Auf eine Saison, die definitiv hätte besser laufen sollen. So passte der letzte Auftritt vor den eigenen Fans irgendwie ins Bild einer verkorksten Spielzeit. Gegen die HSG Nord-NF lieferte die Mannschaft von Trainer Matthias Hinrichsen phasenweise eine peinliche Vorstellung ab. „Wir müssen uns für diesen Auftritt bei den Zuschauern entschuldigen“, lautete dementsprechend das Fazit von Hinrichsen, der selbstkritisch anmerkte: „Ich habe es nicht hinbekommen, die Mannschaft für die letzten Spiele so zu motivieren, dass sie dagegenhält. Ich weiß aber auch nicht, welcher Trainer das hätte schaffen können.“ Die Gastgeber führten nur einmal in der gesamten Partie. Eike Möller (9 Tore), der zusammen mit Steffen Oeltjen (5) noch eine anständige Leistung ablieferte, markierte das 2:1. Danach ging es kontinuierlich bergab. Kurz vor Schluss führten die Gäste sogar mit neun Toren Differenz (22:31). Da konnte man sich glücklich schätzen, dass „nur“ knapp 150 Zuschauer die Begegnung in der Hohner Werner-Kuhrt-Halle sehen wollten. Hinrichsen: „Aufgrund der neuen Kaderzusammenstellung sind wir aber frohen Mutes, dass wir viele Zuschauer zurückgewinnen werden.“ Diejenigen Fans, die am Sonnabend da waren, hatten auf der anschließenden Saisonabschlussparty ausgiebig Zeit, die Serie zu analysieren und die fünf Abgänge – Steffen Oeltjen, Reiner Kobs, Philipp Henrich, Gerald Dobratz und Jerome Weigmann – vernünftig zu verabschieden. Noch liegt die HSG Eider Harde auf Platz vier der Tabelle, weil Verfolger Marne auch patzte gegen Lübeck. Im letzten Saisonspiel auswärts in Mildstedt wollen die Eider-Handballer zumindest den vierten Rang im Gesamtklassement sichern.

HSG Eider Harde:Dobratz, Severin – Gosch (4/1), Möller (9/4), J. Oettershagen (1), Hohnsbehn (3), B. Claußen, Greve (1), Oeltjen (5), Ketelsen (2), Kobs (1), Henrich, Meyer, Weigmann (1).

TSV ALT DUVENSTEDT – TSV Kronshagen 32:33 (11:18)
Tschüs Freddy, tschüs Eichi! Mit Frederik Klapdor und Christian Eichstädt verlassen zum Saisonende zwei Alt Duvenstedter Urgesteine den TSV. Ab der nächsten Saison wird Eichstädt mit seinen alten Kumpels in Owschlag zusammen bei der HG OKT II in der Kreisoberliga spielen, Klapdors nächster Verein ist noch nicht endgültig klar. Gegen den TSV Kronshagen feierten sie vor 150 Zuschauern ihr letztes Heimspiel im Alt Duvenstedter Dress. Gerne hätten sich beide mit einem Sieg verabschiedet, doch nach dem vorzeitigen Klassenerhalt durch die Niederlage der HSG Horst/Kiebitzreihe am Vortag war der Spannungsabfall bei den Gastgebern nicht zu übersehen. „Wir haben nur 20 Minuten gut gespielt. Man merkte deutlich, dass Anspannung und Körpersprache nicht so waren, wie sie gewesen wären, wenn es noch um etwas gegangen wäre“, sagte Trainer Thomas Carstensen. Als Eichstädt in der 25. Minute sein erstes Siebenmetertor warf, stand es bereits 8:13, und Trainer Thomas Carstensen geisterten die Gedanken durch den Kopf, wie er seine Jungs zu etwas mehr Einsatz zwingen könnte. Die Lösung kam ihm im Verlauf der zweiten Halbzeit: eine 4:2-Deckung. „Da muss man einfach laufen“, sagte Carstensen. Der taktische Schachzug erwies sich als gute Idee. Sein Team holte Tor um Tor auf, sodass Carstensen am Ende zu einer Floskel greifen durfte: „Zwei Minuten länger und wir hätten gewonnen. Das sagt man ja immer gern, aber ich glaube, dass es tatsächlich stimmt.“ Weil aber wieder einmal nach 60 Minuten abgepfiffen wurde, blieb es bei der knappen Niederlage, die danach aber zugunsten der scheidenden Spieler gefeiert wurde. Um für die kommende Saison für Ersatz zu sorgen, führt Carstensen nach eigener Aussage schon seit einiger Zeit Gespräche mit möglichen Neuzugängen. Bei Tim Baumann aus Schleswig war er schon erfolgreich, denn der Rechtsaußen hat seine Zusage als Ersatz für Sönnick Nehls gegeben. „Bei den anderen kann ich nun auch konkret sagen, in welcher Liga wir spielen werden und daher hoffe ich auf schnelle Entscheidungen“, so Carstensen, der allerdings schon jetzt 14 Spieler für die nächste Saison im Kader hat. Gewöhnungsbedürftig wird dann sein, dass die Namen Eichstädt und Klapdor in der Statistik fehlen werden.

TSV Alt Duvenstedt: Klapdor, Siedenburg – Frahm (2), Karsten, Müller (1), Schwarz (11), Eichstädt (4/3), Maukel (1), Höpfner (5), Küch (2), Schroedter, Nehls (4), Kock (2).

ATSV Stockelsdorf – Büdelsdorfer TSV 31:30 (16:15)

Auch das achte Spiel in Folge brachte keinen Sieg für den Büdelsdorfer TSV. Der Tabellenvorletzte schaffte es nicht, sich gegen den Letzten ATSV Stockelsdorf durchzusetzen und verlor. Damit sind die beiden Absteiger punktgleich, aber – und das ist für Büdelsdorf moralisch wichtig – der direkte Vergleich geht durch den höheren Hinspielsieg (29:21) an den BTSV. „So können wir im Normalfall nicht mehr Letzter werden und das ist schon schön für uns“, sagt Fabian Froese. Allerdings geht diese Rechnung nur auf, wenn „Stodo“ am letzten Spieltag auch artig gegen den TuS Lübeck verliert. Zeit genug, um alle Konstellationen auszurechnen, blieb den Büdelsdorfern vor dem Anpfiff in Stockelsdorf. Keiner des ATSV hatte die Gegner und Schiedsrichter über einen Hallenwechsel informiert, sodass man ersteinmal ratlos vor der eigentlich angesetzten Sportstätte stand. Nach einem Umzug und mit einer halben Stunde Verspätung ging es dann los und mittlerweile hatte sich Stockelsdorf schon zweimal aufgewärmt. Bei so viel Konfusion wurde auch das Spiel nicht viel besser. „Es war von beiden Seiten zerfahren und wir haben es uns mal wieder selbst schwer gemacht“, fand Froese. Eigentlich ging es fast über die gesamte Spielzeit hin und her und die Führungen wechselten häufig. Erst in der 49. Minute änderte sich dies, als Stockelsdorf den ersten größeren Vorsprung herausspielte (28:24) und Büdelsdorf drauf und dran war, das Spiel zu verlieren. „Da haben wir völlig den Faden verloren und es dauerte, ihn wieder aufzunehmen. Fast hat es geklappt, den Rückstand aufzuholen, aber leider nur fast“, sagte Froese. Ab dem 31:26 gehörten die letzten Tore alle dem BTSV, nur für das Unentschieden fehlte am Ende die Zeit.

Büdelsdorfer TSV: Martensen – Froese (6/1), Möller (6/2), Wilhelm (3), Ramm (3), Mees (3), Kiehn (2), Böhrnsen (4), Schulz, Ewert (1), Bittrich (2).

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen