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Kirche sucht Helfer : Kirchensitter hüten das Gotteshaus

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Christkirche ist ab Mai wieder täglich für Touristen und Einheimische geöffnet. Ehrenamtliche Helfer stehen als Ansprechpartner bereit.

von
erstellt am 21.Apr.2015 | 10:45 Uhr

Die Christkirche aus dem Jahr 1700 am Paradeplatz ist gerade in den Sommermonaten für viele Touristen ein beliebtes Ziel. Andere Gäste suchen einen Ort der Besinnung. Daher verwandelt sich das Bauwerk aus dänischer Festungszeit regelmäßig in der Urlaubszeit in eine „Offene Kirche“. „Menschen können eintreten, einen Augenblick zur Ruhe kommen, ein Gebet sprechen und die Schönheit der Kirche auf sich wirken lassen“, lautet die Einladung der Kirchengemeinde Neuwerk an Touristen und Einheimische.

Ein Kreis von ehrenamtlichen Kirchensittern, wie sie sich selbst nennen, machen die „Offene Kirche“ möglich. Die „Hüter“ halten sich bereit, um den Gästen die Schätze des Neuwerker Gotteshauses nahe zu bringen. Die Helfer sind von Mai bis Oktober, jeweils von Montag bis Sonnabend zu festen Zeiten, als Ansprechpartner für die Besucher anwesend. Für die bevorstehende neue Saison werden weitere Kräfte für das etwa 20-köpfige Team gesucht. Zu einem ersten Vorbereitungstreffen der Kirchensitter lädt Pastor Dr. Stefan Holtmann am Mittwoch, 22. April, um 10 Uhr im Gemeindehaus ein. Voraussetzungen gibt es keine. „Nur die Leidenschaft für unsere Kirche zählt“, betont Holtmann.

Die Aktion der Kirchenhüter bewährt sich bereits seit 15 Jahren. Viele interessante Begegnungen seien in den vergangenen Jahren entstanden, verweist der Pastor auf den Erfolg der Aktion. „Die Besucher freuen sich über die offene Kirchentür und über unsere schöne Christkirche“, sagt der Seelsorger, und: „Wenn die Gäste dann noch freundlich, aber unaufdringlich begrüßt werden, fühlen sie sich willkommen.“

Besonders Fahrradtouristen nehmen gern das Angebot an, die Kirche zu erkunden. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören unter anderem die Grabkammer, in der Stadtkommandant Generalmajor Andreas Fuchs beigesetzt ist, oder die Königsloge, aus der Angehörige des dänischen Hofes den Gottesdienst verfolgen konnten. Ehemalige Rendsburger besuchen die Christkirche, um Erinnerungen an ihre Taufe, Konfirmation oder Trauung aufzufrischen. Es kommen auch Patienten und deren Angehörige aus dem benachbarten Kreiskrankenhaus, um hier die Ruhe für ein ungestörtes Gebet oder einen Augenblick der Besinnung zu finden. Und musikbegeisterte Festival-Fans lassen sich von den kundigen Kirchensittern die hölzerne Tonnendecke erklären, die für die hervorragende Akustik sorgt.

Auch für die Kirchensitter ist die Aufgabe reizvoll. Denn erfahrene Helfer wissen: Interessante Gespräche entstehen und man kann die Momente der Stille auch für sich selbst erleben.

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