Reform : Kirchengeld: Gewinner und Verlierer

Die St. Marienkirche in Rendsburg. Die Kirchengemeinde muss bei einer  Finanzreform mit  einer geringeren Zuteilung von Geldern rechnen.
Die St. Marienkirche in Rendsburg. Die Kirchengemeinde muss bei einer Finanzreform mit einer geringeren Zuteilung von Geldern rechnen.

Die Weichen für die Zukunft sind gestellt: Der Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde will die Gelder an seine 37 Gemeinden neu verteilen. Es geht dabei um 5,2 Millionen Euro.

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21. März 2014, 06:00 Uhr

Fünf Jahre nach der Fusion zum Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde geht es jetzt ans „Eingemachte“. Die Synodalen sind in ihrer 15. Tagung am kommenden Mittwoch vor eine historische Aufgabe gestellt. Unter dem Motto „Zukunftsfähig 2025: Wir entwickeln uns“ soll ein Prozess in Gang gesetzt werden, damit das „Kirchenschiff“ künftig auch mit weniger Menschen und Mitteln Kurs halten kann.

Ein wesentlicher Faktor in der weiteren Ausrichtung des Kirchenkreises ist die Steuerung der Finanzströme. Die Umverteilung der Gelder an die 37 Gemeinden des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde soll neu strukturiert werden. Das geschieht in der Finanzsatzung, die in der Sitzung der Synode zur Abstimmung steht. Dabei geht es um 5,2 Millionen Euro aus der Kirchensteuer, die unter den Kirchengemeinden aufgeteilt werden.

„Die neue Satzung stützt sich auf drei Säulen“, stellten gestern die Pröpste Matthias Krüger und Sönke Funck die Reform vor. Danach wird sich künftig die Zuweisung nach den Zahlen der Gemeindeglieder (70 Prozent) der Wohnbevölkerung (20 Prozent) und der denkmalgeschützten und sakralen Gebäude (10 Prozent) richten. Die Berücksichtigung der Einwohnerzahlen und die Reduzierung auf Kirchen und Kapellen bei der Berechnung des Geldsegens ist neu. „Weltliche“ Gebäude wie zum Beispiel Gemeindehäuser und Jugendeinrichtungen spielen bei der Zuweisung keine Rolle mehr.

„Die Synode wird spannend“, sagt Matthias Krüger. Widerstand der Synodalen ist nämlich denkbar. Denn bei der neuen Finanzstruktur, die stufenweise in fünf Jahren umgesetzt werden soll, gibt es zunächst Gewinner und Verlierer. Die Rendsburger Gemeinde St. Marien wird 7,5 Prozent der Mittel einbüßen, die Gemeinde Schilksee-Strande dagegen ein Plus von 13,1 Prozent verbuchen. Jevenstedt verliert 4,5 Prozent. St. Jürgen in Rendsburg muss ein Minus von 14 Prozent verkraften. Altenholz aber gewinnt 11,1 Prozent. Die Pröpste jedoch sind von dem Erfolg der Zukunftsstrategie überzeugt: „Langfristig gesehen werden die Mittel effektiver eingesetzt.“

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