Umwelt : Kirche kämpft gegen Klimawandel

Nahrung für Insekten: Wildblumenwiesen könnten auch auf Friedhöfen angelegt werden.
Nahrung für Insekten: Wildblumenwiesen könnten auch auf Friedhöfen angelegt werden.

Alle reden vom Klimawandel. Doch Worte allein genügen nicht, sagt sich der Kirchenkreis und engagiert sich für den Umweltschutz.

shz.de von
12. Dezember 2018, 10:26 Uhr

Der Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde will bis zum Jahr 2050 klimaneutral wirtschaften. Dieses Ziel hat der Kirchenkreisrat beschlossen. Darüber hinaus verpflichtet sich die Institution, aktiven Ressourcen- und Artenschutz zu betreiben.

„Konkret heißt das: Für seine eigenen und gemieteten Gebäude will der Kirchenkreis alle fünf Jahre Schritte zur Klimaneutralität festlegen und umsetzen“, wird in einer Pressemitteilung angekündigt. „Dadurch soll sich der Verbrauch von Wärmeenergie, Strom, Trinkwasser und Papier stetig verringern.“ Neue Güter für den Kirchenkreis und die Kirchengemeinden sollen ökologisch und sozial nachhaltig hergestellt sein und nach Möglichkeit zentral beschafft werden.

Mitarbeiter und Besucher werden dabei unterstützt, weniger Müll zu produzieren, möglichst umweltfreundlich zu pendeln und Dienstfahrten zu unternehmen. Der Kirchenkreis unterstütze zudem Artenschutzbemühungen im Kirchenkreis, etwa durch fachgerecht angelegte Wildblumenwiesen auf Friedhöfen, die Insekten Nahrung bieten.

Um diese Vorhaben umzusetzen, will sich der Kirchenkreis personell wie sachlich geeignet ausstatten. „Die Erde wird in christlichem Verständnis als Schöpfung Gottes beschrieben“, so Propst Matthias Krüger, der dem Kirchenkreisrat vorsitzt. „Sie ist uns Menschen zum Bebauen und Bewahren anvertraut. Das bedeutet Zuspruch, aber auch die Verantwortung, uns für eine weltweit lebenswerte Umwelt einzusetzen.“

Die Umweltbeauftragte des Kirchenkreises, Dr. Julia-Maria Hermann, freut sich über den Beschluss: „Durch ihre Umweltleitlinien übernimmt die Leitung des Kirchenkreises diese Verantwortung in vorbildlicher Weise. Diese Leitlinien sind das Fundament, auf dem wir das kirchliche Umweltmanagement ‚Grüner Hahn‘ bauen.“ Mit dem Ziel, klimaneutral zu arbeiten und zu wirtschaften, sollen die Folgen des Klimawandels begrenzt werden.

Im September 2015 hatte sich bereits die Kirchenkreissynode verpflichtet, dieses Klimaziel zu erreichen. Der Kirchenkreisrat betrachtet die Einführung des anspruchsvollen Umweltzertifikats „Grüner Hahn“ als wichtigen Schritt zur Erreichung der Klimaziele – und nimmt damit eine Vorreiterrolle in der Nordkirche ein.

Hintergrund

Zertifikat „Grüner Hahn“

> Viele Gemeinden im Kirchenkreis haben sich dem „Grünen Hahn“ angeschlossen, dem Zertifikat für vorbildliches Umweltmanagement der Kirche

> Die Projektbeauftragte „Grüner Hahn“ des Kirchenkreises, Dr. Julia-Maria Hermann, steht für Fragen zur Verfügung: 04331/5903-180 oder juliamaria.hermann@kkre.de

> www.kkre.de/kirchenkreis/umweltmanagement-gruener-hahn.html

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