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Hanerau-Hademarschen : Kirchbauverein will Gemeinde unterstützen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Maja Finnern zur Vorsitzenden des neuen Vereins gewählt. Der Verein will die Kirchengemeinde unterstützen und eigene Vorstellungen mit einbringen.

Der falsche Mörtel ist Grund für die Risse im Mauerwerk der St.-Severin-Kirche in Hanerau-Hademarschen, gegen das beauftragte Architektenteam und das beratende Ingenieurbüro hat die Kirchengemeinde eine Klage erlassen. In seinem Hauptgutachten kommt der Sachverständige Klaus Reichenberger zu dem Schluss, dass Pflichten in der Bauüberwachung unzureichend nachgekommen wurde, die das Verwenden des falsch gelieferten Mörtels hätten verhindern können. Doch die Kirche bleibt sanierungsfähig. Das lässt sich aus dem Gutachten ableiten.

Allerdings ist nicht absehbar, wie lange das Hauptsacheverfahren dauern wird. Irgendwann werde die Sanierung weitergehen und die Kirche wieder für ihre Gemeinde öffnen können, ist sich der Kirchengemeinderat sicher. Unterstützung erfährt er künftig durch den frisch gegründeten Kirchbauverein, der auf Initiative von der Hademarscher Zahnärztin Maja Finnern ins Leben gerufen wurde. „Mit dem Verein wollen wir auf das Problem hinweisen, Bewegung in das Verfahren bringen, mehr Öffentlichkeit für die Kirche in Hanerau-Hademarschen schaffen sowie weiteren Vorurteilen begegnen“, begründete die Initiatorin die Idee zu dem Verein bei der Gründungsversammlung. Zudem wolle man mit dem Verein die Kirchengemeinde bei der Sanierung unterstützen sowie mit Mitgliedsbeiträgen und Spenden zum Erhalt und der Ausstattung des Gebäudes beitragen.

Somit sei der Verein kein zeitlich begrenztes Projekt, sondern eine Institution, die lange Jahre bestehen könne. „Wir wollen Sprachrohr sein und Mitgliedern ein Mitspracherecht einräumen. Wir sind nicht Teil des Kirchenrates, sondern als Verein ein eigenständiges Gremium, deren Mitglieder in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde entscheiden, für welches Projekt die Gelder eingesetzt werden“, betonte Maja Finnern, die zur Vorsitzenden des Vereins gewählt wurde. Vertreten wird sie von Marion Krüger. Kassenwart ist Thomas Deckner, Inga Stotz wurde zur Schriftführerin gewählt, Diana Krückmann zur Beisitzerin. Der Mitgliedsbeitrag wurde auf 20 Euro pro Jahr festgesetzt.

Propst Matthias Krüger begrüßte die Initiative: „Der Kirchbauverein ist eine gute Möglichkeit, die Menschen zu sammeln, die ein Interesse an diesem Bauwerk haben und an dem, was es für den Ort repräsentiert. Denn so wie sich die Kirche im Moment darstellt, ist das für alle Beteiligten eine einzige Katastrophe“. Wer Interesse an einer Mitgliedschaft hat oder weitere Informationen haben möchte kann sich per E-Mail an Maja Finnern unter kirchbauverein@gmx.net wenden.

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erstellt am 17.Sep.2014 | 06:00 Uhr

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