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Filmfieber : Kinos rollen den roten Teppich aus

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Am Donnerstag beginnt in Rendsburg das Norddeutsche Filmfestival.

shz.de von
erstellt am 21.Feb.2016 | 06:00 Uhr

Die roten Teppiche wurden bereits angeliefert, ausgerollt werden sie in der kommenden Woche: Am Donnerstag, 25. Februar, beginnt in Rendsburg das erste Norddeutsche Filmfestival. Bis zum Sonntag wollen die beiden Kinos der Stadt ein Stückchen Berlinale-Flair an den Nord-Ostsee-Kanal holen. Dafür ist ihnen kein Aufwand zu hoch: Zu ihren Stargästen zählt ein Jungschauspieler, der eigens aus München eingeflogen wird.

Die hanseatisch-elegante Schauburg und das amerikanisch-burschikose Kinocenter: Zwei familiär geführte Lichtspielhäuser, die in ihrem Erscheinungsbild unterschiedlicher kaum sein könnten. Doch wenn es darum geht, den großen Kinoketten Paroli zu bieten, machen die beiden Rendsburger Traditionshäuser gemeinsame Sache. Das Kinofestival ist dafür ein herausragendes Beispiel. Mehr als ein Dutzend Produktionen haben Karen und Hans von Fehrn-Stender (Schauburg) gemeinsam mit Nicole Claussen (Kinocenter) ausgesucht, um ihrem Publikum noch mehr Lust auf Kino zu machen. Und um dem Namen des Festivals gerecht zu werden, schafften es nur Filme auf den Programmzettel, die in Norddeutschland gedreht worden sind, im Norden spielen oder die norddeutsche Mentalität verkörpern.

So wie die Komödie „Bauernfrühstück“, die am Premierenabend (Donnerstag, 25. Februar) im Kinocenter gezeigt wird. Der Rahmen wird festlich sein. Es gibt ab 18 Uhr einen Empfang, dann begrüßen Nicole Claussen und Hans von Fehrn-Stender das Publikum, Bürgermeister Pierre Gilgenast spricht ein Grußwort und muss anschließend die Bühne für Ansgar Hüttenmüller räumen. Er gilt als Deutschlands bestes Udo-Lindenberg-Double und zählt zum Ensemble des Films „Bauernfrühstück“. In der „Casa Biutelli“ gibt es ab 22.30 Uhr eine After-Show-Party.

Ein Highlight in der Schauburg ist am Sonnabend, 27. Februar, die Aufführung des erfolgreichen Kinderfilms „Winnetous Sohn“. Karen von Fehrn-Stender hat Hauptdarsteller Lorenzo Germeno eingeladen. Der Elfjährige reist in Begleitung seiner Mutter aus der bayerischen Landeshauptstadt an und wird am Flughafen in Hamburg – wie es sich für einen Star gehört – von einem Mercedes-Shuttle abgeholt. In der Schauburg steht er seinen jungen Fans für Gespräche und Selfies zur Verfügung.

Der Abschluss des Festivals am Sonntag ab 19.30 Uhr wird in der Schauburg gefeiert, zunächst mit einer kurzen Doku über das Aussterben der letzten Landgasthöfe, es folgt die Uraufführung von „Kalifornien hat kein Kino“. Dieser schildert die Mühen eines Kinobesitzers, durch den Winter zu kommen. Danach gibt es Wein und Häppchen.

„Wir wollen etwas für Rendsburg tun“, sagt Hans von Fehrn-Stender, „es geht nicht ums Geldverdienen.“ Das sieht Nicole Claussen, die die Idee zu dem Festival hatte, genauso – mit einer Ergänzung: „Natürlich wollen wir auch die regionale Kinostruktur stärken.“ Sie hofft auf den Green-Screen-Effekt: Das Eckernförder Naturfilmfestival fing bescheiden an, heute zählt es zu den wichtigsten Ereignissen im Jahreskalender der Naturfilmprofis. Claussen: „Auch unser Festival soll jährlich stattfinden.“

> Karten kann man bestellen unter den Rufnummern 0  43  31  /  2  37  77 (Schauburg) und 0  43  31  /  2  29  16 (Kinocenter).

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