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Landeszeitung

19. Oktober 2017 | 00:41 Uhr

Bauprojekt : Kinderlachen im Pulverschuppen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Neue Kindergartenplätze entstehen ab dem Sommer im „Pulverschuppen“ im Stadtseegelände Rendsburg. Es sind noch Plätze frei.

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2017 | 18:28 Uhr

Die provisorische Kindertagesstätte im Stadtseegelände nimmt Form an. Eröffnung soll am 1. Juni sein. Aber ob die Kita im ehemaligen Pulverschuppen schon in zwei Monaten fertig sein wird, bleibt vorerst ungewiss. Auf den ersten Blick scheint nämlich noch viel zu tun. Trennwände, Bodenbeläge, sanitäre Anlagen, eine Küche und das Büro müssen noch gebaut sowie die Spielgeräte im umzäunten Außengelände aufgestellt werden. Immerhin steht seit September nach längerer Suche der Träger fest: der Verein Elternselbsthilfe.

Zwei Gruppen mit jeweils 18 Kindern sollen in der kleinen Kita betreut werden. Vier pädagogische Fachkräfte kümmern sich dann von 7.30 bis 13 Uhr um die Drei- bis Sechsjährigen. „Wir glauben, dass diese Uhrzeiten auch für Berufstätige machbar sind“, erläutert die Vereinsvorsitzende Anke Samson. Ein Mittagsangebot wird es nicht geben. Dafür reicht der Platz nicht aus.

Elternselbsthilfe leitet auch die Kita Wunderwesen am Grünen Kamp. Die Stadtsee-Kita läuft als Außenposten unter demselben Namen wie die Zentrale. Dort werden zurzeit die Anmeldungen für die neue Kita angenommen. „Es sind auch noch Plätze frei“, informiert die künftige Kita-Leiterin Heidi Koch-Mehlert. Eine Aufteilung nach Wohnort oder besonderen Bedürfnissen erfolgt nicht. „Das macht uns aus“, sagt Koch-Mehlert. „Wir finden jeden Menschen richtig, so wie er ist, und suchen für jedes Kind bei uns eine Lösung.“ Die umfassende Betreuung wird auch durch den großzügigen Personalschlüssel ermöglicht. Auf eine Fachkraft kommen fünf bis neun Kinder.

Eigentlich hatte sich der Elternverein auf die Trägerschaft für die geplante Kita im Neubaugebiet Neuwerk-West (Gelände der ehemaligen Eiderkaserne) beworben. Daran hat sich auch nichts geändert. Doch bis diese bezogen werden kann, wird noch einige Zeit vergehen. Das Gelände ist noch weitgehend ungenutzt. Da der Bedarf an Kitaplätzen in Rendsburg aber groß ist, entschloss sich die Stadt für das Provisorium im Pulverschuppen und fragte den Verein, ob er die Leitung übernehmen wolle. Das historische Gebäude wurde einst als Jugendzentrum genutzt und bot der benachbarten Herderschule bis vor zwei Jahren zusätzliche Klassenräume. 130  000 Euro steckte die Stadt in die Sanierung. Ob und wann der Trägerverein seine Außenstelle am Stadtsee aufgeben wird, um in die Kita im Neubaugebiet zu ziehen, konnte Samson nicht sagen. „Nichts hält länger als ein Provisorium.“ Eine dritte Außenstelle der Kita Wunderwesen scheint also möglich. Gebraucht würde sie allemal. 60 Jungen und Mädchen stehen zurzeit auf der Warteliste der Zentrale am Grünen Kamp.

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