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Landeszeitung

20. August 2017 | 02:42 Uhr

Borgstedt : Kinder pflanzen 500 Rotbuchen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

42 Mädchen und Jungen nahmen am „Plant for the Planet“-Tag der Abfallwirtschaftsgesellschaft teil und wurden zum Klima-Botschafter ernannt.

Kinder engagieren sich für den Klimaschutz: In den Räumen der Abfallwirtschaftsgesellschaft Rendsburg-Eckernförde (AWR) in Borgstedt und am Scheelsberg bei Ascheffel in den Hüttener Bergen fand am Sonnabend ein Akademietag der Initiative „Plant for the Planet“ statt. 42 Kinder zwischen acht und 14 Jahren aus dem Kreisgebiet beschäftigten sich dabei mit aktivem Klimaschutz in Theorie und Praxis. Nach Vorträgen, Arbeit in Seminargruppen und einer Pflanzaktion wurden sie zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit ernannt.

„Stop talking, start planting“ ist ein Motto des Projekts. „Hört auf zu reden, fangt an zu pflanzen“ setzten die Kinder auch sofort in Taten um. Es dauerte nicht einmal eine Stunde, da hatten sie 500 junge Rotbuchen eingepflanzt. Der Brekendorfer Förster Rainer Mertens hatte für die Pflanzaktion ein Areal von einem halben Hektar am Scheelsberg, dem mit 106 Metern höchsten Berg im Norden des Landes, vorbereitet. Das Gebiet war vom Orkan „Christian“ verwüstet worden. „Wir gehen hier einen ungewöhnlichen Weg“, erklärte Rainer Mertens. Jeweils etwa 40 Buchen wurden dicht an dicht in „Klumpen“ an zwölf Stellen eingepflanzt. Der Rest der Fläche wird sich selbst überlassen. „Tannen, Eichen und Lärchen werden sich dort selbst ansiedeln“, sagte Mertens voraus. Er sei selbst gespannt, wie sich die Fläche, die durch einen Wildschutzzaun gesichert ist, entwickeln werde.

Die Schülerinitiative „Plant for the Planet“ wurde 2007 ins Leben gerufen. Sie hat ihren Ursprung in einem Klassenreferat des damals neunjährigen Felix Finkenbeiner über die Klimakrise. Bei seinen Recherchen stieß er damals auf die im Jahr 2011 verstorbene Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai aus Kenia, die in 30 Jahren 30 Millionen Bäume gepflanzt hat. Felix hatte die Idee, Kinder könnten in jedem Land der Erde eine Million Bäume pflanzen und so gemeinsam als Weltfamilie für eine faire Zukunft kämpfen.

Die Schülerinnen und Schüler der vierten Akademie bei der AWR, die als Sponsor den logistischen Rahmen bereit stellte und die Kosten übernahm, trugen ihren Teil dazu bei. „Kinder lernen von Kindern“, ist der Weg, der in den Akademien gegangen wird. Bereits ausgebildete Klimabotschafter sollen die neuen Teilnehmer begeistern und sie für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit sensibilisieren. So wie es Pascal Huber macht. Der 16-Jährige aus Groß Vollstedt, Schüler am Gymnasium Erneuerbare Energien in Osterrönfeld, hat bereits in den vergangenen Jahren an den „Plant for the Planet“-Akademien bei der AWR teilgenommen. Inzwischen ist er auch „Zukunftsbotschafter“.

In der Abschlussveranstaltung des Akademietages, zu der auch die Eltern eingeladen waren, stellten die Kinder vor, was sie für die Zukunft planen: An ihren Schulen über die Kinderinitiative „Plant for the Planet“ durch Flyer, Plakate und Vorträge informieren, ihre Eltern zur Mithilfe bei den Aktionen auffordern, die Lehrer dazu animieren, dass an Schulen Baumpflanzaktionen durchgeführt werden.

„Viele der Kinder wollen im Freundeskreis weiter über die Initiative berichten und so eine ‚Welle‘ erzeugen, sodass sich immer mehr Kinder in Deutschland beteiligen“, freute sich Frauke Gosch von der AWR über das Engagement der jungen Klimabotschafter. Weitere Informationen sind auf der Internetseite der Aktione zu finden: www.plant-for-the-planet.org.

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erstellt am 16.Nov.2014 | 11:32 Uhr

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