Rendsburg: „Hilfe im Advent“ : Kinder-Hospizdienst in Not

Hoffen auf die Hilfe der LZ-Leserschaft: Martina Rühr vom Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst und Christine Söffge, Vorsitzende des Fördervereins (rechts). Fotos: Nilsson/Matzen (2)
Hoffen auf die Hilfe der LZ-Leserschaft: Martina Rühr vom Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst und Christine Söffge, Vorsitzende des Fördervereins (rechts). Fotos: Nilsson/Matzen (2)

Altes Dienstfahrzeug muss durch neues Auto ersetzt werden – aber das Geld fehlt. Die Landeszeitung startet die Aktion „Hilfe im Advent.“

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30. November 2018, 20:04 Uhr

Ein Kind sterben zu sehen, ist das Schlimmste, was Eltern erleben können. Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst der PflegeLebensnah steht den Familien zur Seite, auch wenn Kinder um ein Elternteil trauern. Drei hauptamtliche Mitarbeiterinnen und 15 Ehrenamtler geben Rat, leisten Unterstützung und hören zu. Doch jetzt brauchen die Helfer selbst Hilfe. Ihr altes Dienstfahrzeug muss dringend durch ein neues ersetzt werden. Der Hospizdienst, der sich überwiegend aus Spenden finanziert, investiert seine Einnahmen nahezu komplett in die Familienarbeit, für ein behindertengerechtes Auto hingegen reicht das Geld nicht.

Die Landeszeitung nimmt dies zum Anlass, um zum zweiten Mal nach 2013 die Spendenaktion „Hilfe im Advent“ zu starten. Vor fünf Jahren sicherten die Leserinnen und Leser mit einer Gesamtspende von über 21 000 Euro den Fortbestand der Rendsburger Kindertafel. Jetzt geht es darum, dem Kinder- und Jugendhospizdienst den Kauf eines neuen Fahrzeugs zu ermöglichen, das auch Rollstühle mitnehmen kann. Die Sparkasse Mittelholstein hat ein Spendenkonto eingerichtet. Von dort aus fließt das Geld an den Förderverein Hospizarbeit. Die Vorsitzende Christine Söffge verspricht, dass alle Spenden ausschließlich für den Verwendungszweck genutzt werden.

Der jetzige Dienstwagen ist zehn Jahre alt und hat 100 000 Kilometer auf dem Tacho. Klingt nicht viel, dennoch ist der Wagen betagt. Der ständige Einsatz und die Verladung von Rollstühlen zehren an der Substanz. Erst in dieser Woche stand das Auto wieder in der Werkstatt. Hinzu kommt, dass die Schadstoffklasse des Diesel-Motors zunehmend Schwierigkeiten bereitet, zum Beispiel wenn die Helfer todkranke Kinder aus unserer Region besuchen möchten, die im Hamburger Kinderhospiz „Sternenbrücke“ leben. „Wir dürfen in Hamburg nicht mehr durch alle Straßen fahren und müssen Umwege nehmen“, sagt Martina Rühr, die gemeinsam mit ihren Kolleginnen Tanja Engel und Martina Kaiser hauptamtlich für den Hospizdienst tätig ist.

Ohne den Dienstwagen würde ein Projekt für diejenigen Kinder nicht mehr stattfinden können, die weniger im Fokus stehen, weil ihre Eltern sich um ein lebensbedrohlich erkranktes Geschwisterkind kümmern müssen oder ein Elternteil selbst schwer erkrankt ist. Damit diese gesunden Kinder Momente der Unbeschwertheit erleben können, bringt sie der Hospizdienst zu einem Natur- und Erlebnishof in den Hüttener Bergen. Hier tauschen sie sich aus mit anderen Kindern. Ein wichtiger Rückzugsort. Martina Rühr: „Dort können sie Kraft tanken.“

> In einer Artikelreihe beleuchten wir an den folgenden Adventssonnabenden die Arbeit des Kinder- und Jugendhospizdienstes.

So kann man spenden

Für die LZ-Aktion „Hilfe im Advent“ hat die Sparkasse Mittelholstein ein Spendenkonto eingerichtet. Die IBAN des Kontos lautet:


DE62 2145 0000 0105 3271 75.

Jede Summe ist willkommen. Die Namen der Spender – Privatpersonen, Unternehmen oder Institutionen – sowie die eingegangenen Gelder werden in der Landeszeitung veröffentlicht. Wer nicht genannt werden möchte, vermerkt bitte auf dem Überweisungsträger in der Zeile Verwendungszweck den Hinweis „anonym“.


Wir garantieren, dass jeder gespendete Cent an den Förderverein Hospizdienst für den Kauf eines neuen Fahrzeugs überwiesen wird. Auch Bankgebühren werden nicht abgezogen. Die Sparkasse Mittelholstein unterstützt die Aktion „Hilfe im Advent“ und hat sich bereit erklärt, sämtliche Kontoführungskosten zu übernehmen.

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