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Landeszeitung

17. Oktober 2017 | 19:07 Uhr

Kinder erobern die Hochsitze

vom

Ferienaktion der Breiholzer Jäger / Nachwuchs sichtet Dachse, Rehböcke und Babykröten

shz.de von
erstellt am 03.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Breiholz | "Zwei Dachse, zehn Ricken, je sieben Rehböcke und Hasen sowie jeweils zwei Mäusebussarde und Störche, dazu etliche Babykröten im Wiesengras": Das ist die stolze Sichtungsbilanz beim Ansitz von zehn Kindern im Alter von sieben bis 13 Jahren, die sich im Rahmen der Breiholzer Ferienangebote mit den örtlichen Jägern auf den abendlichen Ansitz begaben. Der zehnjährige Bendix Rohwer hatte die Ausbeute genau notiert.

An der Aktion nahmen außerdem teil Johanna und Tilman Thode als Kinder des Gastgebers Sönke Thode, Vicky Freudental, Justin Zage, Laura und Lisa Klemt, Jonas, Mats und Laurenz Struve. Und aus Clausthal südlich des Kanals kamen Jorge und Bente Junge sowie Freund Jasper Hinz noch dazu.

Nach dem Sammeln auf Thodes Hof ging es, begleitet von den Jägern Jan Heitbrink, Hans-Jürgen Hagge, Asmus Asmussen und Ulf Struve, auf die verschiedenen Hochsitze in der Feldmark. In Clausthal hatte die dort lebende Jägerin Gesche Junge Sohn Jorge und Tochter Bente sowie Freund Jasper mit auf den Ansitz genommen.

Bei der Rückkehr - Sönke Thode hatte inzwischen den Grill für die Versorgung der hungrigen Naturfreunde angezündet - gab es viel zu erzählen. Und die Kinder lernten Weisheiten, die jeder Jäger kennt: Es gibt zum Beispiel ein Hasenjahr, wenn es viele Mäuse gibt. Der Grund: Für den Fuchs ist die Beutejagd auf Mäuse bequemer, also lässt er die Hasen leben. Ein anderes Beispiel: Die im Winter gedeckten Ricken haben in sich einen sogenannten "Ei-Stau": Das heißt, dass das Austragen des Kitzes zeitlich später beginnt, damit die Kleinen oder das Kleine in der wärmeren Jahreszeit geboren wird.

Ja, und die Wildschweine, die an der Südseite des Kanals, wie bekannt, auf den Vormarsch sind. Jan Heitbrink hat noch jetzt, ungewöhnlich spät in der Jahreszeit, kleine, noch gestreifte Frischlinge gesehen. Da gelte es, bei der Jagd äußerste Vorsicht walten zu lassen, denn die Frischlinge seien im hohen Bewuchs nicht zu sehen, erklärte Jan Heitbrink. Mütter mit Jungen genießen bei allen Wildarten den ganz besonderen Schutz der Heger. Das sei oberstes Gebot im Waidwerk, lernten die Kinder. Die stammen übrigens zumeist aus Jägerfamilien und sind mit Waidwerk und Hege vertraut.

Der Abend war für Kinder und Begleiter ein wunderbares Sommererlebnis. Nach dem erforderlichen ruhigen Verhalten auf dem Hochsitz tat das fröhliche Toben auf Hof und Boden allen Kindern gut.

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