Handball : Kiehn rettet dem BTSV das Unentschieden

Sicherte dem Büdelsdorfer TSV kurz vor Ultimo das Remis: Fabian Kiehn (rechts).
Sicherte dem Büdelsdorfer TSV kurz vor Ultimo das Remis: Fabian Kiehn (rechts).

In der Handball-Landesliga der Männer musste sich der Büdelsdorfer TSV gegen die SG Bordesholm/Brügge mit einem 26:26 begnügen.

shz.de von
11. September 2018, 18:04 Uhr

Zweites Spiel, zweites Unentschieden: Der Büdelsdorfer TSV verspielte in der Handball-Landesliga der Männer wie im Saisonauftakt in Lübeck auch in der Heimspielpremiere einen Vorsprung. Die Schützlinge von Trainer Armin Kortz mussten sich gegen die leistungsstarke SG Bordesholm/Brügge mit einem 26:26 begnügen. Aufsteiger HSG Eider Harde II zog sich in der Nord-Staffel beim Vorjahres-Vizemeister TSV Büsum (28:30) achtbar aus der Affäre. Die Landesliga-Frauen der HSG Fockbek/Nübbel hielten sich beim Suchsdorfer SV mit 27:25 schadlos.

Landesliga Nord
Frauen


Suchsdorfer SV – HSG Fockbek/Nübbel 25:27 (12:16)

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Das Team um Trainer Olaf Keck ist bestens aus den Blöcken gekommen. In Kiel-Suchsdorf gelang ein Bilderbuchstart – 4:0 (4.). „Wir haben sie anfangs überrannt, im Gegenstoß oder zweiter Welle“, sagte Keck. Doch bei beruhigenden Führungen (11:5, 14./18:14, 35.) offenbarten die Gäste zu viele Fehler im Abschluss. Der SSV konnte herankommen, glich beim 18:18 (40.) erstmals aus und lag sogar in der 47. Minute mit zwei Toren vorn (21:19). „Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht. Obwohl wir im Angriff gute Lösungen gefunden haben, haben wir zu viele Freie verworfen. Hinzu kommen noch in wichtigen Phasen vier verworfene Siebenmeter“, monierte Keck, der mit der Abwehr und der durchgängig spielenden Torfrau Svenja Brudniok („Sie hat viele Bälle angefasst.“) zufrieden war. Beim 24:24 trafen Lone Kurbjuhn und Annika Scheller zur Zwei-Tore-Führung (58.). Den Sieg machte letztlich Lena Ehlers vier Sekunden vor Ultimo perfekt.

Tore für die HSG Fockbek/Nübbel: Walter (9/3), L. Kurbjuhn (6/1), Scheller (6/1), Witt (4), L. Ehlers (2).

Landesliga Nord
Männer


TSV Büsum – HSG Eider Harde II 30:28 (15:21)
Der Aufsteiger schnupperte beim Vorjahres-Vizemeister an der Überraschung. Nur zwei Führungen ließ die Hohner Oberligareserve in Halbzeit 1 zu. Beim Stand von 13:13 drehte Philipp Henrich auf, erzielte bis zum 19:13 (27.) fünf Tore. Zwischenzeitlich hatte Julius Kaack zum 16:13 getroffen, Torhüter Steffen Peters entschärfte einige Freie. Den Sechs-Tore-Vorsprung nahm das Team von Trainer Thore Kuhrt mit in die Kabinen. „Eine sehr coole Mannschaftsleistung“, lobte Kuhrt. Doch diese scheinbar komfortable Führung war Mitte der zweiten Halbzeit aufgebraucht (22:22). „Büsum ist auf die Idee gekommen, Henrich kurz zu nehmen. Dadurch haben sie uns den Spielfluss genommen“, erklärte der HSG-Coach, warum sein Team als Verlierer das Feld verlassen musste. Die letzte Gästeführung erzielte Lasse Jungjohann zum 26:25 (52.), ehe das Pendel für die erstmals in dieser Saison auflaufenden Büsumer ausschlug. Obwohl der Liganeuling mit leeren Händen die Heimreise antreten musste, war Kuhrt „stolz auf die Leistung“.

Tore für die HSG Eider Harde II: Henrich (9), Feige (4), Jöns (5), Oettershagen (1), Kaack (4), Stanszus (1), Jungjohann (2), Kock (2).

Landesliga Süd
Männer


HSG Schülp/W/RD II – Lübecker TS 34:36 (12:19)

Im Gegensatz zur 10:30-Auftaktniederlage bei der HSG Wagrien zeigte sich die Westerrönfelder Reserve vor eigenem Publikum stark verbessert. „Vor allem die Einstellung stimmte diesmal. Die Jungs waren hoch motiviert“, berichtete Coach Gunnar Schlott. Dass es dennoch nicht zum ersten Saisonsieg gereicht hat, lag an den vielen Unzulänglichkeiten in der Anfangsviertelstunde. Jeden Fehler der Gastgeber bestraften die Lübecker mit Gegenstößen und zogen bis zur 17. Minute auf 12:4 davon. Ein ähnliches Debakel wie gegen Wagrien drohte. Doch angetrieben von den „Leihgaben“ der Ersten, Patrick Petriesas, Joschka Bünger, Flemming Bunse und Rasmus Tönsen, stemmten sich die Westerrönfelder gegen die Niederlage, waren beim 23:24 (41.) bis auf ein Tor herangekommen. Der Turnaround sollte aber den Schlott-Schützlingen nicht gelingen. Nach dem 27:28 (49.) mussten sie wieder abreißen lassen. „Ich glaube, dass wir gewonnen hätten, wenn wir einmal in Führung gegangen wären“, spekulierte Schlott hinterher. „Schade, dass es nicht ganz gereicht hat. Die Jungs hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt.“

Tore für die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg II: Bünger (9/2), Olf (6/2), Tönsen (5), Hansen (4), Petriesas (4), Bunse (3), Voigt (2), J. Hartwig (1).

Büdelsdorfer TSV – SG Bordesholm/Brügge 26:26 (13:9)

Wie schon beim 23:23 beim TuS Lübeck legten die Büdelsdorfer eine starke erste Halbzeit hin. Über 5:2 (12.), und 10:6 (24.) führten die Gastgeber mit einem torhungrigen Patrick Möller auch mit vier Toren zur Pause. „In der zweiten Halbzeit haben wir konditionell ein wenig abgebaut und auch hier und da das Tor nicht mehr getroffen“, sagte BTSV-Trainer Armin Kortz. Die SGBB holte Tor um Tor auf und egalisierte in der 56. Minute (23:23). Als Yannick Zittlau für die Gäste nach dem 1:0 (3.) die zweite Führung der Bordesholmer zum 26:25 (59.) erzielte, drohte den Büdelsdorfern die erste Saisonniederlage. Doch Fabian Kiehn glich 43 Sekunden vor Ultimo aus. Im abschließenden Angriff feuerten die Gäste den Ball neben das Büdelsdorfer Tor.

Kurios: Die angesetzten Schiedsrichter erschienen nicht, so dass der als Zuschauer anwesende Hermann Dybowski die Begegnung ohne Probleme alleine leitete.

Tore für den Büdelsdorfer TSV: Möller (13/4), Kiehn (5), Ewert (5), Bittrich (2), Ramm (1).

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