Kernfusion statt E-Antrieb

Der Lehrer Heidger Brandt (links) und Tim Brandt (Wind-to-Gas-Energy) vor einem Wasserstoff-Auto. Fotos: Becker
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Der Lehrer Heidger Brandt (links) und Tim Brandt (Wind-to-Gas-Energy) vor einem Wasserstoff-Auto. Fotos: Becker

„Zukunftstag“ am Gymnasium Kronwerk: Wissenschaftler und Unternehmen stellen Entwicklungen vor

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25. Juni 2019, 18:31 Uhr

Rendsburg | Um den Klimaschutz ging es gestern bei einem Projekttag am Kronwerk-Gymnasium. Zu den Themen „Der anthropogene Treibhauseffekt“, „Die Bedrohung unserer Zukunft“ und „Die zu ergreifenden Gegenmaßnahmen“ referierten Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts Hamburg, des Geomar-Instituts Kiel und der Universität Kiel. Zudem hielten Vertreter innovativer Unternehmen Vorträge. „Konkreter Anlass sind die Fridays-For-Future-Demonstrationen, an denen zahlreiche unserer Schülerinnen und Schüler teilgenommen haben und sich in vielfältiger Weise weiter engagieren“, erklärte der Lehrer Heidger Brandt, Initiator der Veranstaltung. Um dem „Klimaschutz“ auch in der Schule mehr Raum und Zeit zu geben, habe man diesen Tag organisiert und „Futureday“ (Zukunftstag) genannt. Das Anliegen sei, Schülerinnen und Schüler mit sachlich fundierten Informationen zu versorgen.

Unter anderem ging es um „Kommunalen Klimaschutz“. Dr. Sebastian Krug, Klimaschutzmanager des Kreises, gab einen Überblick über die Arbeit und die Projektfelder für den Klimaschutz, die Lebensqualität und eine intakte Zukunft vor Ort. Sein Blick auf aktuelle Projekte zeigte, was in der direkten Nachbarschaft schon alles passiert, von Elektromobilität über Gründächer bis hin zu Eisspeichern.

Tim Brandt, Gründer und Gesellschafter von Wind-to-Gas-Energy aus Brunsbüttel, war mit einem Fahrzeug gekommen, das durch eine Brennstoffzelle mit Wasserstoff und Sauerstoff angetrieben wird. Nathalie Breuer (15) freute sich über „viele neue Einblicke.“ Zwar werde im Unterricht der Klimaschutz behandelt, aber nicht so detailliert. „Hier sprechen Fachleute, und wir können nachfragen.“ Tobias Maaß nahm als Erkenntnis mit, dass die Klimabilanz von Elektroautos lange nicht so gut ist wie oft propagiert. „Der Antrieb durch Kernfusion hat mich überzeugt. Allerdings meinte der Referent, dass wir damit erst im Jahr 2050 rechnen können“, sagte der 17-Jährige.

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