Keramik und Radierung mit dem Thema „Landschaften“

Gemeinsame Schau: Susanne Kallenbach und Wolfgang Werkmeister.  sab 
Gemeinsame Schau: Susanne Kallenbach und Wolfgang Werkmeister. sab 

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10. September 2014, 12:33 Uhr

„Braun-weißer Fels“ hat Susanne Kallenbach die kegelförmige Keramik genannt. Ein Objekt in Ton. Es korrespondiert mit der „Steilküste Weißenhäuser Strand“ – einer Radierung von Wolfgang Werkmeister, ja, es könnte ein Teil davon sein. Unter dem Titel „Landschaften“ zeigen die Keramikerin und der Grafiker jetzt ihre Werke im Kunsthaus Müllers.

„Meine Arbeiten sind Übersetzungen von Landschaft in Form und Inhalt“, sagt die Künstlerin mit Atelier in Felde und sieht darin durchaus eine Verwandtschaft mit ihrem Künstler-Kollegen Wolfgang Werkmeister, der unter anderem im nordfriesischen Bohmstedt arbeitet. Obwohl eine Abstufung von Schwarz-Weiß-Tönen, lassen seine Radierungen vom Darßer Buchenwald, von Ebbe auf Nordstrand oder Steinstrand auf Fehmarn den Betrachter die Farbe nicht vermissen. Ausdrucksvoll hat Werkmeister die Atmosphäre der Orte eingefangen.

Susanne Kallenbachs Werkstoff ist der Ton, „ungemein komplex und zugleich unheimlich fragil“, wie sh:z-Redakteur Rüdiger Otto von Brocken in seiner Eröffnungsrede feststellte. „Tatsächlich sind die hauchdünnen Wände einiger Gefäße so empfindlich, dass schon kleinste Fehler oder eine falsche Berührung die Arbeit von Wochen zunichte machen können.“ Andere Objekte sind wuchtig, zeigen nach außen eine raue Schale und sind im Inneren glatt – wie der kugelförmige „Trollfjord“. „Ein Paradies für die Augen. Ich möchte mir gar keine andere Welt vorstellen“, sagt Wolfgang Werkmeister von den Landschaften. Das gilt auch für die Werke der beiden Künstler.

> Geöffnet bis zum 28. September, Di.-Fr. 10-13 und 15-18 Uhr, Sa.+So. 10-14 Uhr. www.kunsthaus-muellers.de

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