Aus erster Hand : Kenia hautnah erleben

Berichtet von ihrer Heimat: Margaret Gathigia Mguru erzählt der 9. Klasse, wie es in  Nairobi aussieht.
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Berichtet von ihrer Heimat: Margaret Gathigia Mguru erzählt der 9. Klasse, wie es in Nairobi aussieht.

Die afrikanische Austauschlehrerin Margaret Gathigia Mguru hospitiert drei Wochen am Helene-Lange-Gymnasium in Rendsburg. So erfahren die Schüler aus erster Hand viel über das Leben in Afrika.

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20. November 2013, 06:00 Uhr

Margaret Gathigia Mguru wusste nicht viel über Schleswig-Holstein, als sie sich im Februar über das Goethe-Institut in Kenia für eine Hospitanz in Deutschland bewarb. Seit dem 10. November ist sie für drei Wochen zu Gast am Helene-Lange Gymnasium, um Land, Leute und Schule kennen zu lernen. Von der sechsten Klasse bis zur Oberstufe erzählt sie den Schülern von Kenia.

„Viele Schüler haben eine falsche Vorstellung von meinem Land“, sagt Mguru. Die Kinder würden fragen, ob alle Spenden ankämen und ob der Schulunterricht im Freien stattfinden würde. Diese Vorurteile möchte sie mit ihren Erzählungen abbauen. Die 24-jährige studierte Deutsch und Erdkunde in Nairobi, ehe sie sich entschloss, das erste Mal Deutschland zu besuchen. Die Lehrerin, die in Nairobi deutsch lehrt, bewarb sich im Februar über das Goethe-Institut. Gleichzeitig meldete der Koordinator für Auslandskontakte Rolf Kröger seine Schule beim Pädagogischen Austauschdienst an. Dies wurde möglich, da sich über einen Aushang am Elternsprechtag eine Gastfamilie gefunden hatte. Kurz danach standen Mguru und Kröger bereits in E-Mail-Kontakt.

Als das Ziel Schleswig-Holstein feststand, informierte sich Mguru erstmal. „Ich habe mir im Internet Bilder angeguckt. Die Gegend sah schön aus und ich habe mich auf meinen Aufenthalt gefreut.“

Rolf Kröger ist vom dem Projekt überzeugt. „Für die Schule ist es interessant, Auslandskontakte zu haben und neue Informationen zu bekommen. Für die Schüler ist es eindrucksvoll, wenn unser Gast in die Klassen geht und über Kenia berichtet.“

Informationen aus erster Hand kommen bei den Schülern sehr gut an. „Mir gefällt der Unterricht . Man bekommt so eine andere Sicht auf das Land“, sagt Kjell (14). Thorge (14) findet es interessant, aus der Sicht einer Einheimischen Informationen über eine andere Kultur zu bekommen.

Mguru gefällt Rendsburg. „Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbereit.“ Ihre Gastfamilie aus Breiholz hat sie mit offenen Armen empfangen und zeigt ihr die Umgebung. Am Wochenende stand eine Hafenrundfahrt in Hamburg auf dem Programm. Aber es gibt auch Dinge, die der 24-jährigen nicht gefallen: Rosenkohl und Spargel.

Die Lehrerin nimmt viele positive Eindrücke mit nach Nairobi. Für ihren Unterricht hat sie sich neue Methoden für die Gruppenarbeit gemerkt. Margaret Mguru möchte gern wiederkommen, um in Deutschland weiter zu studieren. Bei den Schülern hat ihr Gast einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Einige haben mir gesagt, dass sie jetzt Urlaub in Kenia machen wollen“, sagt Mguru.

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