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1. Basketball-Regionalliga : Keine Zeit zum Ausruhen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der 1. Basketball-Regionalliga wollen die Rendsburg Twisters bei den Hannover Korbjägern an die Leistung aus dem Bitterfeld-Spiel anknüpfen. „Wir sind nicht chancenlos“, sagt Twisters-Coach Bjarne Homfeldt vor dem Spiel beim Tabellenfünften.

shz.de von
erstellt am 21.Nov.2015 | 06:00 Uhr

Die Stimmung im Training war eine ganz andere. Ging es bei den Rendsburg Twisters zuletzt doch eher verbissen, manchmal sogar ein bisschen verkrampft zu, so präsentierten sich Mannschaftskapitän Morris Brodersen und Co. nach dem Sensationssieg am vergangenen Sonnabend über die BG Bitterfeld-Sandersleben-Wolfen in dieser Woche locker und gelöst in den Einheiten. „Die Jungs hatten definitiv mehr Spaß“, berichtet Coach Bjarne Homfeldt, betont aber auch, „dass der Druck nicht von außen kam. Den haben wir uns selbst gemacht. Doch der Sieg tat unser Psyche gut, keine Frage.“ Nach zuvor fünf, teilweise deutlichen Niederlagen kamen schon leichte Zweifel auf, ob die Rendsburger in ihrem zweiten Jahr in der 1. Basketball-Regionalliga denn überhaupt konkurrenzfähig wären. Die Kritiker sind jetzt vorerst verstummt. Doch so wichtig und befreiend das 89:76 über die BSW Sixers auch war, die Muße, sich auf den Lorbeeren auszuruhen, haben Homfeldt und seine Spieler nicht. „In den kommenden Wochen spielen wir gegen Gegner, die zwar gut sind, aber nicht komplett außerhalb unseres Leistungsniveaus liegen. Es wäre der ideale Zeitpunkt, um eine Serie zu starten. Bis Weihnachten sollten wir uns schon ein kleines Polster zugelegt haben.“

Heute (18 Uhr) müssen die Twisters bei den Hannover Korbjägern antreten. Ein Team, das der Rendsburger Coach ähnlich stark einschätzt, wie die BG Bitterfeld-Sandersleben-Wolfen, was auch die Tabelle bestätigt. Mit fünf Siegen aus sieben Spielen liegen die Hannoveraner im Klassement als Fünfter direkt vor den Sixers. Homfeldt: „Hannover sehe ich wie auch Bitterfeld als ärgster Verfolger der Top-Teams aus Bernau, Cuxhaven und Stade. Das wird auswärts schon eine ganz schwere Nummer.“ Schwer, aber nicht unmöglich. „Natürlich haben wir eine Chance. Gegen Bitterfeld hat uns ja auch niemand einen Sieg zugetraut – und wir sind über uns hinausgewachsen. Ich hoffe, die Jungs bringen noch einmal so eine Leistung aufs Parkett.“

Und vielleicht zeigt Terence Billups in Hannover endlich einmal, wozu er in der Lage ist. In der vergangenen Spielzeit war der Power-Forward, damals noch in Diensten des Ligarivalen BBC Cottbus, mit einem Schnitt von 24,9 Punkten pro Spiel der erfolgreichste Korbjäger der 1. Regionalliga Nord und wurde von den Trainern zum besten Spieler auf seiner Position gewählt. Nach seinem Wechsel zum BBC Rendsburg hat der 26-jährige US-Amerikaner von seiner Gefährlichkeit eingebüßt. In den sieben Spielen für seinen neuen Verein erzielte er 104 Punkte, das entspricht einem Schnitt von 14,8 Punkten pro Spiel. Nicht schlecht, aber eben auch nicht so überragend wie in der Vorsaison. „Terence hat sich in der Vorbereitung am Fuß verletzt und schleppt das immer noch mit sich herum. Er spielt unter Schmerzen und ist nicht hundertprozentig fit“, erklärt Homfeldt. Gleichwohl hofft sein Coach aber auch, „dass Terence endlich mal einen raushaut. Das würde ihm, aber auch uns gut tun.“ Vollauf zufrieden war der Trainer indes mit der Performance seines jüngsten Neuzugangs. Abdul Ahmed (Homfeldt: „Er ist die erhoffte Verstärkung.“) avancierte mit 22 Punkten zum erfolgreichsten Rendsburger Werfer beim Sieg über Bitterfeld – und hatte damit großen Anteil an der guten Stimmung im Training.

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