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Fussball-SH-Liga : Keine Trendwende in Sicht

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Doppelspieltag in der Fußball-SH-Liga mit den Partien gegen Flensburg 08 (0:1) und Meldorf (1:4) sollte die Trendwende zum Guten bedeuten, doch nach der neuerlichen Pleite hinkt der TSV Kropp seinen eigenen Ansprüchen meilenweit hinterher.

„Was wir die erste Halbzeit abgeliefert haben, war schlichtweg eine Frechheit! Einige unserer Spieler geben nicht alles für die Mannschaft, die schmerzhafte Quittung haben wir zum wiederholten Mal bekommen.“ Rums – das saß. Nach der überraschend deutlichen 1:4 (0:3)-Heimpleite gegen TuRa Meldorf sparte Dirk Asmussen nicht mit Kritik. Der Coach des TSV Kropp kündigte gesprächsintensive Tage an.

Der Doppelspieltag in der Fußball-SH-Liga mit den Partien gegen Flensburg 08 und Meldorf sollte die Trendwende zum Guten bedeuten, doch nach zwei Pleiten und erschreckend schwachen Leistungen hinkt der TSV Kropp seinen eigenen Ansprüchen meilenweit hinterher. „Die Situation sowie die Leistung der Mannschaft ist sehr enttäuschend. Dabei geht es nicht um individuelle Fehler, vielmehr erschrickt mich, dass uns jegliche Geschlossenheit abgeht, wir einfach nicht als Team auftreten“, zeigt Asmussen die Wurzel des Übels auf.

Auch gegen TuRa Meldorf fanden die TSV-Kicker nicht zurück in die Spur. Schlimmer noch, das frühe 0:1 (3.) durch einen nicht unhaltbaren 33 Meter-Freistoß des Ex-Kroppers Ian Prescott Claus ließ alle guten Vorsätze bereits im Keime verpuffen. Fortan war kein Aufbäumen zu erkennen, die einfachen Mittel der Gäste waren für die Gastgeber an diesem Tag eine Nummer zu hoch. Kurz vor der Pause folgte das negative i-Tüpfelchen, als der TSV die Gäste aus Dithmarschen zu zwei weiteren Treffern einlud. Rouven Drzimkowski (41.) und Jan Niklas Witt (45.) waren die Nutznießer zum vorentscheidenden 0:3.

Die Halbzeitansprache Asmussens war nach eigenen Angaben laut und deutlich und in der Tat schien sie zumindest bei Teilen der Mannschaft auf Gehör gestoßen zu sein. Kropp wirkte nun entschlossener und erzielte zum psychologisch richtigen Zeitpunkt den Anschlusstreffer. Nach einem Foul an Finn Langkowski traf der beste Kropper an diesem Tag, Anton Merz, per Elfmeter zum 1:3 (47.). Doch kurz darauf folgte der nächste Schock. Der erst zur Pause eingewechselte Thies Waschewski streckte seinen Gegenspieler Lasse Kock mit einem rüden Foul nieder und erhielt völlig zu Recht die Rote Karte (55.). Für Kock ging es nicht weiter, das Meldorfer Lager konnte später zumindest den Anfangsverdacht einer schwereren Verletzung ausschließen.

In Unterzahl versuchte die Asmussen-Elf das Unmögliche möglich zu machen, scheiterte jedoch das ein oder andere Mal am starken TuRa-Keeper Westphalen. Zudem stand bei zwei Möglichkeiten für Langkowski (74., 87.) der Pfosten im Weg. Zwischenzeitlich hatte der pfeilschnelle Claus mit seinem zweiten Treffer (79.) den Dreier für sein Team jedoch bereits eingetütet.

Seit sieben Spielen wartet der TSV Kropp nunmehr auf einen Sieg, da kommt das Halbfinale des SHFV-Pokals gegen Holstein Kiel am kommenden Sonnabend fast wie ein Segen. Asmussen: „Da erwartet keiner einen Sieg von uns, die Mannschaft kann mit einer geschlossenen Leistung jedoch wieder Kredit zurückgewinnen. Zuvor müssen wir aber klären, wer von den Spielern bereit ist, diesen Weg mitzugehen. Die Zeit der Alibis ist vorbei, es gibt keine Alternative für gemeinsame Arbeit.“

TSV Kropp: Dethlefsen – Gieseler, T. Vogt, Merz – Petersen (46. Waschewski), Matthes – J. Vogt (79. Zöchling), Sievers - Ziesecke, Alias (46. Henke) – Langkowski.
Schiedsrichter: Quednau (Ratekau).
Zuschauer: 120.
Tore: 0:1 Claus (3.), 0:2 Drzimkowski (41.), 0:3 Witt (45.), 1:3 Merz (47., Foulelfmeter), 1:4 Claus (79.).

Rote Karte: Waschewski (Kropp, grobes Foulspiel, 55.).

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