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Hohenwestedt : Keine Perspektive für einen jungen Pastor

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Christian Carstens wird am 22. Februar in der Peter-Pauls-Kirche verabschiedet. In Hohenwestedt gab es keine ganze Stelle für ihn.

Nach ziemlich genau drei Jahren verläßt Pastor Christian Carstens Hohenwestedt schon wieder. Angesichts der von der Kirchenkreissynode beschlossenen Kürzung der Gesamtstellenzahl für die drei Hohenwestedter Pastoren von 225 auf 200 Prozent sieht der 34-Jährige für sich keine Zukunftsperspektive. Carstens hat sich mit Erfolg für eine Pfarrstelle in seiner Geburtsstadt Hamburg beworben. Verabschiedet wird er bei einem Gottesdienst in der Peter-Pauls-Kirche am 22. Februar (10 Uhr).

Nach seinem Vikariat in Flemhude trat Christian Carstens am 1. Februar 2012 in Hohenwestedt seine erste Pfarrstelle an – als „Pastor zur Anstellung“ mit einer 75-prozentigen Stelle, der sich nach drei Jahren in seiner neuen Gemeinde oder woanders bewerben sollte. Diese drei Jahre sind jetzt um, aber der Geistliche hat sich natürlich schon vor ein paar Monaten Gedanken gemacht, wie es weitergehen soll. „Ich hatte angefragt, wie sich meine Stelle entwickeln wird, und das Signal erhalten, dass sie definitiv von 75 auf 50 Prozent reduziert wird“, berichtet Carstens. Im vergangenen Sommer hatte die Kirchenkreissynode beschlossen, dass die Gesamtstellenzahl für die drei Hohenwestedter Pastoren bei der nächsten Personalentscheidung von 225 auf 200 Prozent gekürzt wird. „Da kann die Gemeinde nicht viel machen“, meint die Kirchengemeinderatsvorsitzende Renate Tank.

„Seit dem Herbst hab‘ ich also gesehen, dass es hier in Hohenwestedt für mich – existenziell gesprochen – wenig Perspektiven gibt, und darum musste ich mich anderswo bewerben“, erklärt Carstens. Carstens freut sich, dass er gleich mit seiner ersten Bewerbung Erfolg hatte und am 16. März in der Kirchengemeinde Hamburg-Sülldorf anheuern kann: „Da habe ich meinen Freundeskreis und meine Familie ganz in der Nähe.“ Er sei „dankbar für die Erfahrungen“, die er in Hohenwestedt „als typischer Landpfarrer“ machen durfte. „Ich hatte hier breite Betätigungsmöglichkeiten und eine große Fülle von Amtshandlungen“, erzählt Carstens. Seine Konfirmanden werde er besonders vermissen. „Trotz der Abschiedsschmerzen war meine Zeit in Hohenwestedt eine runde Geschichte“, bilanziert Carstens, „gerade in den vielen Amtshandlungen erfüllt sich der Beruf des Pastors – das war klasse!“

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