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Landeszeitung

14. Dezember 2017 | 18:13 Uhr

Keine Angst vor Stillstand

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Städtebauförderungsprogramm der Stadt Nortorf ist abgeschlossen / Die Veränderungen gehen weiter

von
erstellt am 23.Jan.2014 | 00:33 Uhr

In der Nortorfer Innenstadt hat sich in den vergangenen Jahren viel geändert, unter anderem auch wegen der Aufnahme in das Städtebauförderungsprogrammes, das im letztem Jahr abgeschlossen wurde. Zu den Projekten zählen unter anderem Straßen, der Marktplatz, Bahnhof und über 20 Gebäude im Privatbesitz. Jetzt scheint die Zeit für weitere Veränderungen gekommen. Vor allem in der Geschäftswelt.


Poststraße


Derzeit stehen drei großflächige Räumlichkeiten in der Poststraße leer. Der Ein-Euro-Laden neben Arko verschwand vollständig, der Skribo Markt „menschen-bauen-leben“ und die Anwaltskanzlei Schumacher sind innerhalb Nortorfs umgezogen. Bald folgt auch noch Edeka.

Mit einem Rabatt von zehn Prozent zur Neueröffnung lockt derzeit der Drogeriemarkt Rossmann in der Poststraße die Kunden an. In den vergangenen Tagen wurde dort fleißig umgebaut und der Laden attraktiver gestaltet. In naher Zukunft wird sich der Fachmarkt für Drogerieartikel mit starker Konkurrenz konfrontiert sehen. Im geplanten Nahversorgungszentrum auf dem alten OK-Media-Gelände wird neben Edeka und Aldi auch „dm“ einziehen. „Wir merken das schon jetzt“, gesteht eine Mitarbeiterin bei Rossmann, „die Kunden stehen tuschelnd in der Ecke und freuen sich auf die tollen und günstigen Angebote bei dm.“

Auch der Nortorfer Grill, direkt nebenan, hat vor wenigen Wochen erst umfangreich renoviert. Im neuen Glanz und topmoderner Ausstattung ist der Laden stets gut gefüllt. Demnächst soll auch die Außenfassade einen neuen, einladenen Anstrich erhalten.

Im ehemaligen „Hippo-Haus“ ein Stückchen weiter am Marktplatz stehen die unteren gewerblichen Räumlichkeiten seit Monaten leer. Noch. Denn in dem Wohnhaus für Demenzkranke wird laut Angaben des Inhabers Ralf Rohwer ab dem 1. Februar die Fahrschule Rogge einziehen.


Versorgungszentrum


Die Parkplätze in und um die Poststraße herum reichen den Kunden oftmals nicht aus. Geparkt wird im absoluten Park- und Halteverbot. „Die Leute wollen nicht in der Nähe eines Geschäftes parken, sondern am liebsten im Geschäft“, beobachtet eine Ladenbesitzerin in der Poststraße, die namentlich nicht erwähnt werden möchte. Dies sei besonders bei Rossmann oder bei den Bäckern zu beobachten. Und das, obwohl im öffentlichen Raum 94 Parkplätze zur Verfügung stünden, erklärt Hans-Eggert Rohwer, Fachdienstleiter Bauverwaltung im Amt Nortorfer Land. Im neuen Nahversorgungszentrum stellt sich das Problem erst gar nicht. Rund 250 Parkplätze werden den Besuchern kostenlos zur Verfügung gestellt. Und zwar direkt vor der Tür.

Neben Edeka und „dm“ wird sich auch Aldi dort ansiedeln und sich auf einer größeren Verkaufsfläche präsentieren. Für das jetzige Gebäude im Jungfernstieg 1 sind die Firmen Tiegs und Horst im Gespräch.


Penny und Famila


Die Lebensmittelmarkt-Situation in Nortorf sieht gut aus. Damit demnächst aber nicht alle ins neue Nahversorgungszentrum strömen, rüsten auch Penny und Famila ihre Märkte ordentlich nach. In der jüngsten Stadtverordnetenversammlung stimmten die Politiker der Erweiterung des Penny-Marktes in der Itzehoer Straße zu. Mit Famila reiht sich das nächste Unternehmen ein. Die Verkaufsfläche soll von 2200 auf 3500 Quadratmeter erhöht und das Sortiment erweitert werden.


Verlagerung


Hans-Eggert Rohwer sieht in der Verlagerung der Geschäfte keinen Grund zur Besorgnis. Im Gegenteil. Im Rahmen der Städtebauförderung und der Entwicklung der Innenstadt wurde von Städtebaufirmen gründlich geprüft, wie sich eine solche Verlagerung auswirkt. Besonders im ländlich-strukturierten Raum sei eine vernünftige Infrastruktur von wirtschaftlicher Bedeutung und großer Notwendigkeit. Die ist in Nortorf, vor allem auch nach Fertigstellung des Nahversorgungszentrum, gegeben.

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