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Heinrich-Heine-Schule : „Keine Alternative zum Neubau“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Sanierungsmaßnahmen würden teurer werden. Die Stadt Büdelsdorf muss mit 850 000 Kosten im Jahr rechnen. Umzug für Bücherei und Kindergarten geplant.

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erstellt am 24.Okt.2013 | 06:00 Uhr

850 000 Euro im Jahr - das sind die Kosten für den Neubau der Heinrich-Heine-Schule an der Neuen Dorfstraße und den Umbau des jetzigen Standorts zum Grundschulzentrum. Auch der Kindergarten „Liliput“ und die Stadtbücherei sollen in das Schulgebäude an der Akazienstraße ziehen.

Die jährliche Haushaltsbelastung von 850 000 Euro sei die entscheidende Zahl und nicht die Gesamtinvestition von etwa 22 Millionen Euro, machte der Berater Michael Schultze-Rhonhof in der Sitzung des Lenkungsausschusses „Neubau-Heinrich-Heine-Schule“ am Dienstagabend immer wieder deutlich. Nach seinen Berechnungen müsste man 25 Jahre lang von dieser jährlichen Belastung ausgehen. In den darauf folgenden Jahren sinke die Belastung kontinuierlich.

„Diese Zahlen haben mir klar gemacht, dass es keine Alternative zum Schulneubau gibt“, sagte der Lenkungsausschuss-Vorsitzende Horst Beyer gegenüber der Landeszeitung. Der Reparaturstau an den bestehenden Gebäuden sei so gewaltig, dass eine Sanierung teurer werden würde als die Neubau-Lösung. Zudem habe die Stadt dann nur noch zwei statt bisher fünf Liegenschaften zu bewirtschaften.

Die Zusammenlegung der Friedrich-Ebert- und der Emil-Nolde-Schule zu einem Grundschulzentrum am jetzigen Standort der Heinrich-Heine-Schule lasse sich problemlos umsetzen, sagte Schultze-Rhonhof. Auch für die Stadtbücherei seien mit dem derzeitigen Naturwissenschaftstrakt geeignete Räume gefunden worden. Die Büchereifläche „wächst“ durch den Umzug um 22 Prozent auf 500 Quadratmeter. Bisher hatte man keinen Handlungszwang für einen solchen Schritt gesehen.

Der Kindergarten „Liliput“, der zurzeit noch in der Gustav-Frenssen-Straße ansässig ist, soll in einen zweigeschossigen Gebäudetrakt der Schule umziehen.

„Kostenoptimierung ist das Gebot der Stunde“, hatte der Projektleiter Rainer Hinrichs gleich zu Beginn der Sitzung deutlich gemacht. Die Stadt wolle ein attraktives Schulangebot. Dieses Vorhaben müsse aber mit der Haushaltssituation in Büdelsdorf in Balance gebracht werden.

Am Mittwoch, dem 6. November, soll in einer Klausursitzung des Hauptausschusses über den nächsten städtischen Haushalt beraten werden. „Dann wird sich zeigen, was wir uns leisten können“, meinte Beyer.

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