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Europawahl : Kein Rendsburger wählte die Bayernpartei

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Europawahl-Nachlese: SPD zog an der CDU vorbei / FDP verlor in der Kanalstadt mehr als zwei Drittel ihrer Anhänger

Die SPD ist in Rendsburg weiterhin auf Erfolgskurs. Nach dem guten Ergebnis bei der Kommunalwahl im vergangenen Jahr konnten die Sozialdemokraten auch die Europawahl für sich entscheiden und erreichten 36,3 Prozent der Stimmen – 7,1 Prozentpunkte mehr als vor fünf Jahren. Damit zog die SPD an der CDU vorbei, die deutlich Federn lassen musste und nur noch auf 30,2 Prozent kam (2009: 34,3 Prozent).

In 15 der 16 Stimmbezirke lag die SPD vor der CDU. Den größten Abstand zwischen den beiden großen Volksparteien gab es im Bezirk 11 (Schule Rotenhof II). Hier brachte es die SPD auf 150 Stimmen, die CDU hingegen nur auf die Hälfte. Im Bezirk 8 (Helene-Lange-Gymnasium II) rückten die Grünen der Union dicht auf den Pelz. Hier fehlten lediglich 22 Stimmen, um die CDU auf den dritten Platz zu verweisen.

Wie bereits 2009 konnten die Grünen sich erneut als drittstärkste Kraft in Rendsburg etablieren. Sie büßten zwar 1,3 Punkte ein, erreichten aber mit 10,3 Prozent immer noch ein zweistelliges Ergebnis. Davon war der Viertplatzierte der Wahl 2009 weit entfernt. Die FDP, die ehedem 10,4 Prozent der Wähler überzeugen konnte, verlor mehr als zwei Drittel ihrer Anhänger und kam nur noch auf 3,1 Prozent. Die Linke hingegen baute ihren Anteil um 1,2 Punkte auf 6,0 Prozent aus. Die Piraten, die 2009 noch vor ihrem Höhenanflug 0,9 Prozent erreichten, landeten diesmal bei 2,1 Prozent. Wie erwartet legte die „Alternative für Deutschland“ (AFD) einen Kavalierstart hin. Die Partei, die zum ersten Mal bei der Europawahl antrat, konnte 7,3 Prozent der Wähler dazu animieren, bei ihr das Kreuzchen zu machen.

Rechtsradikale Parteien hatten in der Kanalstadt keine Chance. Insgesamt 38 Rendsburger votierten für die NPD und die Republikaner. Das entspricht einem Anteil von 0,55 Prozent. Allerdings gibt es Parteien, die auf noch weniger Interesse stießen. Die Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo) und die Partei für soziale Gleichheit wurden jeweils von einem Wahlberechtigten gewählt. Es geht allerdings noch schlechter. Das Schlusslicht in der Ergebnistabelle ist eine Partei aus dem tiefsten Süden der Republik. Kein einziger Rendsburger wollte die Bayernpartei wählen.

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erstellt am 26.Mai.2014 | 16:47 Uhr

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