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Helene-Lange-Gymnasium : Kein Platz für Hela-Schüler in der Mittagspause

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Schulleiter Berthold Kayma beklagt mangelnde Rückzugsmöglichkeiten in der Schule. Er bittet den Ausschuss um Unterstützung.

Um zehn nach zwölf ist es soweit. Zahlreiche Kinder drängeln sich vor dem Verkaufstresen von Gaby Michalski und Monika Brugger im kleinen Bistro des Helene-Lange-Gymnasiums (Hela). Sie bestellen belegte Brote, ein Stück Salamipizza, auch ein Donut darf es mal sein. Blitzschnell stürmen die Kinder zu ihren Stammplätzen, bevor noch einer auf die Idee kommt, ihnen den guten Tisch vor der Nase wegzuschnappen. Jetzt haben sie dreißig Minuten Zeit, dann ist die nächste Gruppe dran und der Ansturm kann von vorne beginnen.

Doch so eine Mittagspause sei kein tragbarer Zustand mehr, beklagte der Schulleiter Berthold Kayma in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport. Es fehle überall an Platz, an dem sich die Kinder in den Pausen und Freistunden aufhalten können. Mit einem dringenden Appell wandte er sich deshalb am Mittwochabend an die Ausschussmitglieder.

„Wir sind räumlich voll ausgelastet. Ich möchte sie daher bitten, rechtzeitig Türen zu öffnen, uns rechtzeitig bei weiteren Planungen zu berücksichtigen“, sagte Kayma. Damit sprach er unter anderem die Pläne für die ehemalige Bundeswehr-Reithalle an, die bereits als gemeinsame Mensa für Hela- und Herderschule in den Ausschüssen im Gespräch war. Bisher haben die Gymnasiasten nur das kleine Café im Erdgeschoss. „Und dieses könne man nicht als richtige Mensa bezeichnen“, so der Leiter. Auch die Rasenfläche hinter dem Stabsgebäude sprach er in der Sitzung an. Sie wäre der ideale Ort für Sportflächen.

Wie problematisch die Lage ist, machte der Schulleiter immer wieder deutlich. Der Platzmangel zwinge sie dazu, einige Schüler zum Essen in die Stadt zu entlassen. In einer Klasse sei nach Abstimmung mit den Eltern die Mittagspause sogar ganz gestrichen worden, sodass die Kinder jetzt sieben Stunden Unterricht am Stück haben.

Aktuell besuchen 1073 Kinder und Jugendliche das Gymnasium an der Ritterstraße. Eine Zahl, über die sich Kayma freut und die sie mit ausreichend Lehrkräften und Klassenräumen betreuen könnten. Nur eben nicht in den Pausen. „Deshalb müssen wir sie jetzt um Hilfe bitten. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich muss, wenn ich Mittag mache, mal von meinem Schreibtisch weg, um abschalten zu können. Diese Möglichkeit brauchen unsere Schüler. Sie können nicht nur in den Klassenräumen bleiben.“

Die Ausschussmitglieder nahmen die Schilderung des Schulleiters zur Kenntnis, verwiesen aber gleichzeitig auf den Bauausschuss, der für die Baumaßnahmen zuständig sei.

Weitere Themen aus dem Ausschuss auf dieser Seite.

 

 

 

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erstellt am 28.Nov.2014 | 05:14 Uhr

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