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Landeszeitung

19. Oktober 2017 | 21:11 Uhr

Kein Erstaufnahmelager in Bredenbek

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bovenaus Bürgermeister teilt Entscheidung des Ministeriums beim Neujahrsempfang mit

shz.de von
erstellt am 11.Jan.2016 | 00:32 Uhr

Das gemeinsame Gewerbegebiet von Bovenau, Bredenbek und Felde ist nicht mehr als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge vorgesehen. „Ich bin erleichtert, heute sagen zu dürfen: Dieses Vorhaben wird zunächst nicht weiter verfolgt“, teilte Bovenaus Bürgermeister Jürgen Liebsch beim Neujahrsempfang der Gemeinde gestern mit.

Unter den 100 Gästen im Bürgerzentrum „Uns Huus“ war auch Dr. Bartelt Brouer. Der Bürgermeister der Nachbargemeinde Bredenbek sagte der Landeszeitung, er habe aus dem Innenministerium erfahren, dass das gemeinsame Gewerbegebiet im Jahr 2016 nicht und auch grundsätzlich nicht mehr für eine Erstaufnahme vorgesehen sei. Die derzeit im Land vorhandenen Kapazitäten reichten nach Einschätzung des Ministeriums aus. Falls die Flüchtlingszahlen extrem ansteigen würden, könnte das Gewerbegebiet wieder in den Fokus rücken, so Brouer. Die Unterbringung und Integration hunderter Flüchtlinge werde im Amt weiter aktuell bleiben und die Gemeinden fordern, sagte Liebsch. Das Amt Eiderkanal werde im laufenden Jahr eine Unterkunft für 80 Asylbewerber bauen. Die Unterbringung von Flüchtlingen erfolge zurzeit nur in Einrichtungen in Schacht-Audorf und Osterrönfeld, stellte Liebsch fest.

Der Neujahrsempfang solle ein Dank und ein Ausdruck der Anerkennung für alle ehrenamtlich engagierten Menschen in der Gemeinde sein, betonte Liebsch zu Beginn der Veranstaltung. Er zitierte die Ärztin Mildred Scheel, deren Aussage ein gutes Motto für das neue Jahr sei: „Es sind nicht immer die großen Worte, die in der Gemeinschaft Grundsätzliches bewegen. Es sind vielmehr die vielen kleinen Taten der Einzelnen.“

Viele dieser guten Taten geschehen im Verborgenen, ergänzte Liebsch. Der Empfang sei die richtige Gelegenheit, ehrenamtlich Tätige für ihre langjährige Arbeit zu ehren. Eine Urkunde und Blumen gab es für Gudrun Lassen, die dem Sportverein Grün-Weiß Bovenau seit 25 Jahren angehört. Lange Zeit hat sie die Volleyballsparte geleitet und sich um den Spielbetrieb gekümmert. Geehrt wurde auch Hans Heinrich Fischer, der 13 Jahre lang den Spielbetrieb der Tischtennissparte organisiert hat.
Mit einer Urkunde dankte Liebsch auch der langjährigen Vorsitzenden des Sportvereins, Petra Krambeck. Damit wolle die Gemeinde ihren Respekt und ihre Anerkennung für die hervorragende Arbeit zum Ausdruck bringen. Krambeck hat angekündigt, nicht für eine weitere Wahlperiode zu kanidieren.

Liebsch scheute aber auch nicht vor Kritik zurück. Die Gemeinde werde zunehmend als anonyme Institution wahrgenommen. Die Bereitschaft, sich selbst einzubringen und der Gemeinde einen Dienst zu erweisen, entfalle mehr und mehr. Er forderte die Einwohner auf, wieder mehr Eigenverantwortung zu übernehmen.

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