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Einsätze in ganz Deutschland : Katastrophen: Feuerwehr rückt jetzt schneller aus

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Hochwasser und Waldbrände: Der Kreisfeuerwehrverband in Rendsburg-Eckernförde gibt sich einen neuen Bereitschaftsplan für Einsätze in anderen Bundesländern. Damit soll auch der Brandschutz vor Ort gewährleistet sein.

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Der Kreisfeuerwehrverband hat seinen Katastrophenschutz neu organisiert – und kann jetzt zu Hochwassereinsätzen, Waldbränden oder Zugunglücken schneller ausrücken. Zudem haben die Planer dafür gesorgt, dass im Katastrophenfall noch genügend Einsatzkräfte zurückbleiben, falls in deren Heimatgemeinde auch noch ein Feuer ausbricht.

Das war offenbar lange nicht so: Die Bereitschaften für den Katastrophenschutz im Kreis Rendsburg-Eckernförde „waren geprägt von den Einflüssen des letzten Krieges und dem großen Waldbrand in Niedersachsen 1976“, sagte Kreiswehrführer Mathias Schütte jetzt bei der Dienstbesprechung mit den Bereitschaftsführern und deren Stellvertretern. Sie wurden mit der Umstrukturierung zum Teil neu ins Amt berufen. Nun wurden die 186 Gemeindefeuerwehren in sechs Bereitschaften gegliedert, eine weniger als vorher. Etwa 1000 von den rund 7000 Feuerwehrleuten in Rendsburg-Eckernförde sind darin organisiert.

Neu ist, dass allein zwei der Bereitschaften für Katastrophen außerhalb Schleswig-Holsteins vorgesehen sind. Dazu gehören rund 200 Kräfte. Sie können zu Einsätzen wie dem Elbehochwasser in Sachsen-Anhalt des vergangenen Jahres beordert werden. Das geht nun schneller, weil es vorher gar keine eigene Bereitschaft für diese Außeneinsätze gab. Und: „Diese Kameraden werden über eine eigene Digitalfunkschleife alarmiert. Das haben wir sonst nur bis zur Ebene der Zugführer“, sagt Mathias Schütte. „Jetzt müssen wir nicht mehr lange herumtelefonieren, wie zum Beispiel in der Nacht vor dem Einsatz zum Elbehochwasser 2013.“

Die Feuerwehrleute der beiden Bereitschaften für Außeneinsätze kommen aus Wehren aller Ämter, Städte und amtsfreien Gemeinden im Kreis. Sie gehen bei einer Anforderung aus anderen Bundesländern als „Taskforce“ in den Einsatz, erklärte Drei-Sterne-Hauptbrandmeister Carsten Maaß, der maßgeblich an dem Konzept mitgearbeitet hat. Damit sei gewährleistet, dass jede Gemeinde ihren Brandschutzauftrag erfüllen kann. Sollte es während eines Katastropheneinsatzes brennen, „ist immer noch genug Potenzial an Fahrzeugen und Mannschaften vorhanden“. Kreiswehrführer Schütte dankte allen ehemaligen Bereitschafts- und Zugführern im Namen des Kreises für ihren Einsatz.

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