Jugendhandball : Kantersieg im Verfolgerduell

Auf dem Weg zum Tor nicht zu stoppen: Westerrönfelds Tjark Strehlow (rechts) setzt sich gegen Frederik Schwarz durch.
Auf dem Weg zum Tor nicht zu stoppen: Westerrönfelds Tjark Strehlow (rechts) setzt sich gegen Frederik Schwarz durch.

Westerrönfelds A-Junioren-Oberliga-Handballer schütteln den MTV Lübeck ab. Die HSG Eider Harde bleibt souverän Spitzenreiter.

shz.de von
27. Januar 2015, 05:54 Uhr

Zu Beginn der Saison wurde der MTV Lübeck als ein Titelkandidat in der Handball-Oberliga der männlichen Jugend A gehandelt. Spätestens nach der deutlichen 22:34 Niederlage bei der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg ist der MTV diesen Status los. Während die Westerrönfelder mit dem Erfolg ihren dritten Tabellenplatz festigten, ließ auch Spitzenreiter HSG Eider Harde beim 38:20 in Ellerbek nichts anbrennen.

Die A-Juniorinnen der HSG Fockbek/Nübbel standen im Heimspiel gegen den Topfavoriten VfL Bad Schwartau dicht vor einer dicken Überraschung. Am Ende musste sich die HSG nach großem Kampf mit 21:25 geschlagen geben.
 

Männliche Jugend A
HSG Schülp/W’feld/RD – MTV Lübeck 34:22 (17:12)

Die Derby-Niederlage gegen Eider Harde lag der HSG noch immer schwer im Magen: „Wir wollten es besser machen als vor einer Woche“, sprach Westerrönfelds Trainer Thorsten Hornig von einer gehörigen Portion Wut, mit der seine Spieler in die Partie gingen. Gestützt auf einen starken Torhüter Gabriel Oviedo, machte die HSG sofort Druck nach vorn. Ab der Mitte der ersten Hälfte setzte sich der Gastgeber ab und ging mit fünf Toren Vorsprung in die Pause (17:12). Nach dem Wechsel wurde es noch deutlicher. „Wir haben weiter unser Tempospiel durchgezogen“, so Hornig. Zudem nutzte seine Mannschaft die vielen Überzahlphasen zumeist gnadenlos aus.

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Oviedo, Koberg – Bünger (10/3), Engel (1), Hartwig (2), Stump (4), Wiese (2), E. Claußen, Strehlow (4), J. Claußen (2), Sawitzki (8), Hornig (1), Kriesten.
 

TSV Ellerbek – HSG Eider Harde 20:38 (11:20)

„Es war eines unserer unterdurchschnittlichen Spiele“, war HSG-Trainer Thies Schmalfeld zwar mit dem Ergebnis, nicht aber mit der Art und Weise des Erfolgs zufrieden. „Irgendwie haben wir den Gegner nicht richtig ernst genommen“, hatte er erkannt. Der schnelle 0:3-Rückstand war allerdings ebenso schnell korrigiert (10:5). Die Gastgeber versuchten es mit einer außergewöhnlichen Maßnahme und nahmen über das gesamte Spiel zwei HSG-Spieler in die kurze Deckung. „Das war eine völlig irre Taktik“, erklärte ein verdutzter Schmalfeld. Den sich bietenden Raum nutzten die übrigen Eider-Akteure immer wieder, um sich individuell durchzusetzen.

HSG Eider Harde: Severin, Ehlers, Warnecke – Langholz (2), Meier (2), Wiese (7), Rohwer (5/2), Claußen (1), Lange (1), Fröhlich (5), Arendt (1), Mumm (14).

Weibliche Jugend A
HSG Fockbek/Nübbel – VfL Bad Schwartau 21:25 (10:12)

Ein Wasserschaden in der Fockbeker Bürgermeister-Schadwinkel-Halle machte eine kurzfristige Verlegung nach Nübbel notwendig, was den Gastgeberinnen zunächst zu Schaffen machte. „Wir brauchten etwas Zeit, um ins Spiel hineinzufinden“, sagte Trainer Reiner Heldt. Einen 4:8-Rückstand verwandelten die Fockbekerinnen dann in eine 9:8-Führung (21.). Fortan war es ein Duell auf Augenhöhe. „Meine Spielerinnen haben super gekämpft und sich durch den Favoriten nicht schocken lassen“, freute sich Heldt, dass auch der 12:16-Rückstand weggesteckt wurde, und die HSG beim 17:17 einmal mehr dran war. Beim Stand von 20:21 vergab die HSG zwei Großchancen zur möglichen Führung. In der Schlussphase brachte Schwartau den Sieg schließlich über die Zeit.


HSG Fockbek/Nübbel: Holz, Brudniok – Imme (1), Thomsen (1), Stangier (1), Shala (3), Ohm (5), Jacob, Ruge (5), Gröschler (5), Sass, Stump, Ehlers, Born.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen