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Bauarbeiten : Kanaltunnel am Wochenende wieder gesperrt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Nach der Sperrung ist vor der Sperrung: Die Weströhre des Rendsburger Tunnels wurde zwar früher als erwartet freigegeben. Am Wochenende ist der Tunnel aber wieder dicht - allerdings soll der Verkehr nur eine Nacht lang betroffen sein.

Rendsburg | Der Rendsburger Kanaltunnel hat nun zwar eine neue Fahrbahndecke, am kommenden Wochenende aber muss der öffentliche Verkehr erneut draußen bleiben. „Von Sonnabend um 21 Uhr bis Sonntagmorgen um 5 Uhr müssen wir das Bauwerk noch einmal kurz schließen, um dauerhafte Fahrbahn-Markierungen aufzubringen“, erklärte Sönke Meesenburg, leitender Baudirektor in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung.

Im Rückblick auf das vergangene Wochenende ist Meesenburg äußerst zufrieden. „Es ist schon verständlich, dass solch eine Sperrung nicht ohne Behinderungen ablaufen kann. Aber insgesamt haben wir diesmal keinen Anlass für zusätzlichen Ärger geboten.“ Das sah zumindest eine Dame aus Rendsburg anders, die den Flohmarkt an der Deula besuchen wollte. Geschlagene anderthalb Stunden habe sie mit dem Auto an der Schwebefähre auf die Überfahrt warten müssen. „Das hätte gerne ein wenig schneller gehen können.“

Meesenburg lobte vor allem die Tatsache, dass die Baufirma es geschafft hatte, den Tunnel fast fünf Stunden früher als geplant freizugeben. Um 0.15 Uhr am frühen Montagmorgen brannte am Tunnel wieder grünes Licht – so musste der Schwerverkehr nach Ablauf des Sonntags-Fahrverbots kürzer warten als erwartet.

Im Nachhinein bewertet Sönke Meesenburg die vorbereitenden Gespräche mit der Industrie- und Handelskammer, Logistik-Dachverbänden und sogar mit dem dänischen Reisebusverband als sehr sinnvoll. „Der Informationsfluss zur Tunnelsperrung hat offensichtlich gut geklappt. Die meisten Lkw haben Rendsburg weiträumig umfahren.

Aber längst nicht alle, wie die Polizei feststellen musste. „Es gab schon einige Fahrer, die nicht informiert waren. Dabei handelte es sich fast ausschließlich um Nicht-Deutschsprachige“, erklärte Rainer Tschirne, der Leiter des Polizei-Bezirksreviers, der am Wochenende am Rendsburger Kreuz Dienst hatte. Fast alle Fahrer hätten allerdings Verständnis dafür geäußert, dass sie einen Umweg über Kiel in Kauf nehmen mussten.

Dass es am kommenden Wochenende zu einer weiteren, wenn auch kürzeren Tunnelsperrung kommt, ist nach Auskunft von Sönke Meesenburg nicht zu vermeiden. „Es war nicht möglich, die Fahrbahnmarkierungen auf der frischen Asphaltschicht dauerhaft anzubringen. Dafür mussten wir einfach warten."

Dass die gerade abgeschlossenen Reparaturen überhaupt an einem Wochenende bewältigt werden konnten, liegt nach Auskunft von Meesenburg auch an den Ansprüchen der Verwaltung: „Eine gründlichere Sanierung hätte sicher länger gedauert. Aber dieser Asphalt in der Weströhre muss ja auch nicht endlos halten – er muss nur das nächste Jahr überstehen.“ Grund dafür ist der Zeitplan der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Ende 2014 soll die Sanierung der Oströhre endlich abgeschlossen sein. Danach wird die Weströhre auf Vordermann gebracht – wenn nicht wieder etwas dazwischen kommt.

 

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erstellt am 15.10.2013 | 08:00 Uhr

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