Standort Hohn : Kampf um den "Restflugbetrieb"

Große Inspektion in nur 40 Tagen:  Das LTG 63 hatte sich um den Auftrag beworben, selbst an der Transall zu arbeiten. Foto: org
Große Inspektion in nur 40 Tagen: Das LTG 63 hatte sich um den Auftrag beworben, selbst an der Transall zu arbeiten. Foto: org

Wadephul: "Hohn steht in Konkurrenz zu Penzing" / Neumann: "Geschwader ist leistungsfähig"

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01. April 2011, 08:35 Uhr

HohN | Viel Hoffnung konnte auch Stefan Neumann den Zuhörern nicht machen: Der Kommodore des LTG 63 sprach auf Einladung der CDU-Amtsverbände Fockbek und Hoher Harde vor mehr als 70 Zuhörern über die möglichen Auswirkungen der Bundeswehr-Strukturreform auf den Standort Hohn. Es sei vorgesehen, die ersten 30 der neuen Transportflugzeuge A400M im niedersächsischen Wunstorf zu stationieren. Neumann erläuterte auch, dass die Bundeswehr voraussichtlich lediglich 40 dieser Maschinen erreichen - und überließ den Zuhörern die Schlussfolgerung, dass Hohn in dieser Beziehung wohl leer ausgehen wird.

Allerdings werden auch die alten Transall-Maschinen noch einige Jahre gebraucht. Als Standorte kommen Hohn und das bayerische Penzing in Frage. Der Bundestagsabgeordnete Johann Wadephul, Sprecher der Initiative zur Unterstützung des Standortes Hohn, signalisiert Verständnis dafür, wenn die A400M aus Kostengründen in Wunstorf zusammenfasst würden, forderte aber gleichzeitig den "Restflugbetrieb" der Transall für Hohn. "Es geht darum, den Flugplatz hier aufrecht zu erhalten und darauf zu hoffen, dass sich noch eine weitere Chance ergibt. Denn die Transportkapazität wird in der Bundeswehr der Zukunft eine entscheidende Fähigkeit sein."

Oberst Stefan Neumann erläuterte, dass sein Geschwader gut aufgestellt sei - und verwies dabei auch auf die jüngste Instandsetzungs-Aktion (siehe Text rechts). "Wir haben leistungsfähiges Personal mit einer guten Altersstruktur, unsere technischen Fähigkeiten sind anerkannt, und unsere Leute sind stark in der Region verankert, engagieren sich in Vereinen, Verbänden und vielen Organisationen." Neumann verdeutlichte, dass von den 1350 militärischen und zivilen Mitarbeitern die Hälfte im Umkreis von 40 Kilometern um den Flugplatz herum wohnen - die meisten in Rendsburg, gefolgt von Kiel und Hohn.

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