Schüler-Simulation : Kampf um Anteile auf Weltmarkt

Wirtschaftsplanspiel bei Hobby: Teilnehmende Schüler mit Spielleiter Günter Wangerin (links), Stefan Götze (Personalleiter Hobby, 2. von rechts) und Julia Barke (WFG, rechts).
Wirtschaftsplanspiel bei Hobby: Teilnehmende Schüler mit Spielleiter Günter Wangerin (links), Stefan Götze (Personalleiter Hobby, 2. von rechts) und Julia Barke (WFG, rechts).

15 Elftklässler von drei Gymnasien nahmen an einem Planspiel der Wirtschaftsförderung des Kreises teil.

shz.de von
07. September 2018, 12:22 Uhr

Die Jugendlichen saßen an Rundtischen im Hobby-Wohnwagenwerk in Fockbek. Sie diskutierten über neue Werbestrategien und den Ankauf energiesparender Maschinen. 15 Elftklässler der drei Rendsburger Gymnasien machten in dieser Woche beim Wirtschaftsplanspiel „Wiwag“ mit.

Aufgeteilt wurden sie in drei Fünfergruppen. Jede war für die Geschicke eines fiktiven Unternehmens zuständig. Alle Entscheidungen der Schüler tippte Spielleiter Günter Wangerin in seinen Laptop. Ein Computerprogramm wertete die Entscheidungen aus und simulierte die Entwicklung der Firmen. Die drei von den Schülern geführten Unternehmen standen miteinander in Konkurrenz. Sie alle produzierten Kaffeemaschinen. Wangerin erklärte, dass das Spiel sehr realitätsnah sei, weil viele Faktoren berücksichtigt werden würden. So wurden die Teilnehmer mit einer Energiekrise konfrontiert. Nach einem Wirbelsturm in Mexiko gab es plötzlich weniger Öl, die Energiepreise stiegen, erklärte er das Szenario. Gelöst werden konnte dieses Problem mit neuen energiesparenden Maschinen.

Vormittags hörten die Schüler Vorträge von Experten zu Themen wie Arbeitsrecht, Rechnungswesen oder Marketing. Daraus konnten die Jugendlichen Tipps für die Runden am Nachmittag mitnehmen, betonte Wangerin. Organisiert wird das Planspiel von der Wirtschaftsförderung des Kreises Rendsburg-Eckernförde (WFG) und dem Unternehmensverband Mittelholstein. Hobby stellte die Räumlichkeiten und Verpflegung zur Verfügung. Für die teilnehmenden Schulen entstanden keine Kosten, berichtete Julia Barke von der WFG.

Durch das Planspiel sollen die Schüler einen „Einblick in die Unternehmenswelt“ und berufliche Perspektiven erhalten. Bei den Jugendlichen kam das Projekt gut an. „Es ist viel Input, aber es macht Spaß“, sagte Tibor Broll. Sein Mitspieler Faruk Altin ergänzte: „Man muss viel mehr beachten, als man dachte“. Das habe eines seiner „Konkurrenzunternehmen“ zu spüren bekommen: Es hatte sein Produkt zwar billiger angeboten als Faruk Altin und seine Kollegen, hatte seine Produktion allerdings so weit zurückgefahren, dass es die Nachfrage am Markt nicht bedienen konnte. Die Leute kauften daraufhin die teureren Produkte aus Altins Team, weil die Konkurrenz nicht verfügbar war, freute sich der Schüler.

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