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Brekendorf : Kampf gegen Kiesabbau geht weiter

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Gemeinde Brekendorf will sich gegen Planung mit allen rechtlichen Mitteln wehren. Radweg nach Wolfskrug soll gebaut werden.

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erstellt am 17.Mai.2013 | 08:26 Uhr

BREKENDORF | Kein weiterer Kiesabbau in Brekendorf: In der jüngsten Gemeindevertretersitzung sprachen sich Bürgermeister Gerhard Guthardt und die Gemeindevertreter noch einmal klar gegen das Kies abbauvorhaben der Firma Ernst Nissen aus Lohe-Föhrden aus. "Wir lehnen das Vorhaben ab, es ist unzumutbar und die Folgen nicht absehbar", erklärte der Bürgermeister. Man werde sich mit allen rechtlichen Mitteln, die der Gemeinde zur Verfügung stehen, gegen die Planung wehren, so Guthardt.

In einem mehrseitigen Schreiben nimmt die Gemeinde Stellung zum Planfeststellungsverfahren und hat darin auch die Einwände von Brekendorfern eingearbeitet. Bemängelt wird unter anderem eine unzureichende Begründung, die einen so gravierenden Eingriff in Natur und Landschaft rechtfertigen. Auch sei mit einer höheren Staub- und Lärmemission sowie mit einer stärkeren Verkehrsbelastung durch die Lkw als in der Planung dargestellt, zu rechnen.

Der zu erwartende Wertverlust der Grundstücke und Immobilien durch die Abbauarbeiten und Immissionen sowie die verwüstete Landschaft wirkten sich extrem nachteilig auf den Tourismus in der Gemeinde aus und bedeuteten eine erhebliche Verschlechterung der Wohn- und Lebensqualität für die Bewohner, so die Kritik. Entsprechende Gutachten seien oberflächlich und mangelhaft und spielten die tatsächlich zu erwartenden Beeinträchtigungen für Mensch und Tier herunter. "Letztlich wird einseitig zugunsten des Vorhabenträgers argumentiert und die Lasten des Projektes rücksichtslos den Bürgern der Gemeinde Brekendorf aufgebürdet", heißt es abschließend in der Stellungnahme, die mit fachlicher und juristischer Beratung ausgearbeitet wurde und nun der für die Planung zuständigen Wasserbehörde des Kreises übermittelt wird.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt befasste sich mit dem eventuellen Bau eines Radweges an der Kreisstraße 86 von Brekendorf nach Wolfskrug. Bis zum Jahr 2019 würde ein Bau noch durch den Landesbetrieb Straßenbau gefördert, dazu müsste Brekendorf sich in die Maßnahmenliste aufnehmen lassen und die Finanzierung des Eigenanteils sicher stellen, erläuterte Guthardt. Aufgrund der angespannten Haushaltssituation sei das nur durch Aufnahme eines weiteren Darlehens möglich. Dennoch entschieden sich die Vertreter einstimmig für die Aufnahme in die Liste, "denn es handelt sich hier um eine für Radfahrer sehr gefährliche Strecke, für die ein Radweg notwendig ist", so die Begründung.

Ein Neuerlass der Kindergartensatzung sieht vor, die Spätbetreuung unbefristet fortzuführen sowie drei Schließtage, zum Beispiel für Fortbildungen des Personals, vorzuhalten. Die Gebühren für den Regelbetreuung erhöhen sich ab dem 1. August dieses Jahres von 140 auf 148 Euro und für die U3-Betreuung von 210 auf 222 Euro. Zudem wurde die Satzung um den Gemeinnützigkeitpassus ergänzt. "Der Kindergarten ist sehr gut besucht und auch wenn im Sommer acht Kinder den Regelbereich verlassen, liegen bereits Anmeldungen vor, so dass die Gruppe weiterhin gut besucht bleibt. Das neu eingestellte Personal leistet hervorragende Arbeit und kommt gut bei den Eltern an. Das freut mich sehr", berichtete der Bürgermeister.

Grund zur Freude hatte auch Gemeindevertreter Sönke Jeß, der in seinem Amt als Gemeindewehrführer bestätigt wurde und in der Sitzung seine Ernennungsurkunde entgegen nehmen konnte.

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