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Holzbunge : Kälte machte den „Opfern“ zu schaffen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Gemeinsame Übung von Feuerwehren und Sanitätern in Holzbunge. Patientenschonende Rettung stand im Vordergrund.

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Ein Volvo, der in ein Traktorgespann gerast war, ein Peugeot, der gegen ein Baum gefahren war, vier Verletzte – dieser Unfall auf der alten Landesstraße 203 in Holzbunge forderte am Dienstagabend den vollen Einsatz von Feuerwehr und Rettungskräften. Die Wehren aus Holzbunge und Büdelsdorf sowie Deutsches Rotes Kreuz und Johanniter-Unfallhilfe waren vor Ort. Als um 18.47 Uhr die Alarmierung erfolgte, wussten die Retter noch nicht, dass sie zu einer Übung gerufen wurden.

Der Leitende Notarzt Malte Huber, der informiert war, war als Erster an der Unfallstelle. Seine Sichtung ergab, dass in beiden verunglückten Fahrzeugen jeweils zwei Personen eingeklemmt waren, eine davon mit schweren Verletzungen. Neben der Feuerwehr Holzbunge kamen als Hilfeleistungswehr auch die Büdelsdorfer Kameraden mit schwerem Rettungswerkzeug an die Unfallstelle. Denn beide Fahrzeuge mussten mit hydraulischen Scheren und Spreizen geöffnet werden, um die Verletzten bergen zu können.

„Die patientenschonende Rettung stand im Vordergrund, deshalb hat es schon etwas gedauert“, machte Olaf Fröhner von der Büdelsdorfer Feuerwehr deutlich. Zusammen mit dem stellvertretenden Wehrführer Thomas Krämer hatte Fröhner die Übung ausgearbeitet.

Und weil die Retter so vorsichtig vorgingen, mussten die Statisten Geduld haben und die zunehmende Kälte ertragen. Und nicht nur das. „Es knirscht schon gewaltig, wenn über einem die Holme eines Volvo zerschnitten werden und danach das Dach abgeklappt wird“, stellte Lars Krämer fest. „Aber ein Feuerwehrmann hat uns immer darüber informiert, was als nächstes gemacht wird“, lobte die Statistin Claudia Krämer die Betreuung durch die Retter.

Noch mehr Geduld mussten Ann Kathrin Freiberg und Lucas Fröhner aufbringen. Fast zwei Stunden lagen die Jugendlichen als „Verletzte“ in dem Peugeot – und nach erfolgreicher Bergung musste der 17-jährige Statist mit einem Rettungswagen in die Imland-Klinik nach Rendsburg gebracht werden. Sein Fuß war bei der Rettungsaktion „real“ eingeklemmt worden. Diagnose: „Prellung.“

„Hut ab!“, würdigte der Notarzt Malte Huber den Einsatz und das Zusammenspiel der Rettungskräfte. „Die technische Rettung wirkte immer koordiniert.“ Unter der Einsatzleitung von Björn Schröder, stellvertretender Wehrführer in Holzbunge, waren 20 Feuerwehrleute aus Holzbunge und 30 aus Büdelsdorf an der Übung beteiligt. Die Johanniter-Unfallhilfe unter der Leitung von Svend Rix war mit vier Kräften vor Ort, das DRK Rendsburg mit Einsatzleiter Christian Stöcken mit acht Rettungskräften.

Mitorganisator Olaf Fröhner war zufrieden mit dem Ablauf der Übung. „Aber wir hatten vorher auch einen Berg Arbeit zu erledigen.“ Er hob die Unterstützung durch die Firma Abschlepp- und Bergungsdienst Nord hervor, die die Fahrzeuge gestellt hatte und für deren Abtransport sorgte.

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