Kälte gehört dazu

Halten am Schwahlmarkt fest – trotz laufender Dom-Sanierungsarbeiten: Küster Tim Schröder (von links), Kirsten Christiansen, Gabriele Dunker-Ulbrich, Pastorin Christiana Lasch-Pittkowski und Hauke Gampe.
Halten am Schwahlmarkt fest – trotz laufender Dom-Sanierungsarbeiten: Küster Tim Schröder (von links), Kirsten Christiansen, Gabriele Dunker-Ulbrich, Pastorin Christiana Lasch-Pittkowski und Hauke Gampe.

Schwahlmarkt mit 30 Ausstellern / Erstmals Stände im Innenhof des Kreuzganges

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21. November 2018, 14:36 Uhr

Man muss sich schon warm anziehen, wenn der Schwahlmarkt im Dom ruft. Denn in dem fast 700 Jahre alten Schwahl, der ja nicht umsonst „kühler Gang“ heißt in der Übersetzung aus dem Niederdeutsch-Dänischen, ist es nun mal kalt und zugig. Dennoch strahlt gerade dieser Kunsthandwerkermarkt, der dort am Sonnabend, 8. Dezember, zum 37. Mal seine Tore öffnen wird, in der Vorweihnachtszeit weit über Schleswig hinaus. Das zeigen die Besucherströme aus dem ganzen Land.

„Für mich gehört die Kälte sogar auch mit dazu“, sagt Hauke Gampe, einer der vielen ehrenamtlichen Helfer. Seit seiner Kindheit hat er keinen einzigen Schwahlmarkt verpasst. Und natürlich, abgesehen von der hohen Anziehungskraft des Domes, entfalten bei der typischen Schwahlmarkt-Kälte gerade Bratwurst und Punsch ihren ganz eigenen Charme. Diesmal im Innenhof des Kreuzgangs. „Denn den beziehen wir in diesem Jahr erstmals in das Marktgeschehen mit ein“, erklärt Dom-Pastorin Christiana Lasch-Pittkowski. Der Innenhof sei ein „wunderschöner, besonderer Ort“, der von den Mauern des Domes und des Kreuzganges umgeben ist. Wegen laufender Sanierungsarbeiten am Domturm wird der Vorhof zum Eingang am Schwahl gesperrt sein.

Etwa 30 Kunsthandwerk-Aussteller – von Keramik, Textilien, Handwebereien bis hin zur Glasgestaltung, Filz- oder Drechselsachen – werden ihre selbstgefertigten Produkte anbieten.

So bleibt der Kommerz draußen vor der Domtür. „China-Ware oder ähnliches gehört nicht auf unseren Schwahlmarkt“, betonen die Organisatoren. „Ich kenne einige Besucher, die sich schon ab Sommer wieder auf Schwahlmarkt-Marmelade freuen“, lacht Gabriele Dunker-Ulbrich. Sie ist Jury-Mitglied des Schwahlmarktes, ein Gremium mit Vertretern aus Kirche, Gemeinde, Gesellschaft und Wirtschaft. Zudem arbeiten im Hintergrund etwa 100 ehrenamtliche Helfer, um gemeinsam den Schwahlmarkt zum Leuchten zu bringen.

Neu unter den Ausstellern vertreten ist Maike Hansen vom Holm. Aus Fischleder fertigt sie unter anderem Gürtel und Geldbörsen an – eine besondere Idee, auf die bisher offenbar nicht mal die Chinesen gestoßen sind.

Das kulturelle Programm für den Schwahlmarkt vom 8. bis 16. Dezember ist üppig zusammengestellt mit Vorträgen und musikalischen Ereignissen. Und: Täglich um 16.30 Uhr findet die „Lesung einer weihnachtlichen Geschichte“ statt. Auch Domschuldirektor Paul Auls macht mit.

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