Rendsburg : Kälte belebt das Geschäft auf dem Weihnachtsmarkt

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Nach knapp zwei Wochen ziehen die Standbetreiber des Weihnachtsmarktes Bilanz. Neues Konzept am Altstädter Markt kommt an.

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05. Dezember 2014, 09:37 Uhr

Für die Beschicker auf dem Altstädter Markt geht es bergauf: Nach dem Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr waren sie kurz davor aufzugeben, doch eine Neugestaltung des Platzes lockte wieder ein paar mehr Besucher an. Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein, Holztannen und Nussknackerfiguren schmücken den Platz. Dennoch: Es könnte besser sein, findet Bettina Zander (52), die seit 20 Jahren einen Punschstand betreibt und in diesem Jahr für den Altstädter Markt verantwortlich ist.

Das Problem sei vor allem, dass immer weniger Menschen in die Innenstadt kommen. „Mit den Geschäften verschwindet auch die Laufkundschaft von uns“, sagt Zander und erinnert sich noch an die Zeit, als Hertie viele Kunden auf den Altstädter Markt lockte. Das sei sehr schade, doch sie wolle nicht jammern, sondern etwas unternehmen. Mit speziellen Angeboten versuche man, für die Bürger attraktiver zu werden. Zum Beispiel mit dem Open-Air-Kino am gestrigen Abend, bei dem der Klassiker „Die Feuerzangenbowle“ gezeigt wurde. Das Wetter spielte aber nicht mit, sodass nur rund 40 Leute sahen, wie Heinz Rühmann wieder die Schulbank drückte.

Heute Abend wird es ab 18 Uhr Livemusik von Gitarrist Larry Krause aus Kiel geben, und am kommenden Wochenende bietet der Freundeskreis des Lufttransportgeschwaders 63 wieder seine legendäre Erbsensuppe zum Kauf an. Der Erlös kommt dem Kinderhospiz Rendsburg zugute.

Auf dem Schiffbrückenplatz zeigen sich die Standbetreiber bisher sehr zufrieden mit dem Geschäft. Grund sei vor allem das kühle und trockenen Wetter, so Uwe Thate (70), der den Stand „Micky Bratwurst“ gemeinsam mit seiner Frau Brigitte Thate betreibt. „Solange es nicht regnet, kommen auch die Kunden“, sagt er. Die Eisbahn sei ein weiterer Pluspunkt: „Sie ist ein echter Gewinn für Rendsburg.“ Vor dem Eisstockschießen stärken sich die Teilnehmer bei ihm gern noch mit einer leckeren Bratwurst oder einem Schaschlikspieß. Für Kunsthandwerkerin Angelika Klasen dagegen ist der Verkauf reines Hobby. Seit acht Jahren kommt sie extra aus Frestedt (Kreis Dithmarschen), um in Rendsburg ihre Weihnachtsmänner und Kerzen aus Holz sowie Filzengel anzubieten. Warum sie den weiten Weg auf sich nimmt? „Ich mag die Stadt einfach und der Zusammenhalt hier ist klasse. Man kennt sich, es ist klein und gemütlich und untereinander sehr familiär“, sagt sie. Bis Sonntag bietet sie ihre Waren an. Dann übernimmt ein anderer Kunsthandwerker und bietet selbstgemalte Bilder an.

Anke Samson von RD-Marketing lobt gegenüber der Landeszeitung vor allem die Gestaltung des Altstädter Markts. Die neuen Standbetreiber beleben den Platz, so die Geschäftsführerin. „Hier herrscht eine gemütliche Atmosphäre.“ Das Open-Air-Kino gehört für sie zu den Höhepunkten des Weihnachtsmarktes. Auch die Eisbahn werde von den Rendsburgern sehr gut angenommen. Bis 22 Uhr wird dort das beliebte Eisstockschießen angeboten.

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