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Landeszeitung

18. November 2017 | 16:51 Uhr

Kabarettisten rechnen ab

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Künstlertrio „Storno“ begeistert die Zuschauer / Sparkasse wurde wieder zur „Spaßkasse“

Kommt eine ältere Frau mit einem Sack voller Geld in eine Bank. Sie hält eine Pistole in der Hand und fordert: „Hände hoch! Ich will hier einzahlen.“ So weit ist es also gekommen durch die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank, wenn man dem Künstlertrio „Storno“ glaubt. Im Rahmen der Kleinkunstreihe „Abends wird die Sparkasse zur Spaßkasse“ begeisterten die drei Kabarettisten aus Münster am Dienstag- und Mittwochabend insgesamt 1000 Besucher im Rendsburger Stadttheater.

Harald Funke, Thomas Philipzen und Jochen Rüther sind „Storno“. In Rendsburg gastierten sie mit ihrem Programm „Die Abrechnung 2015“, und sie begannen ganz leise und ruhig. Philipzen setzte sich ans Klavier und spielte und sang den John-Lennon-Hit „Imagine“. Alle seien immer empört über alles, dabei müsse man viel eher die Ruhe bewahren, forderte Philipzen. Das gelte allerdings nicht für die SPD. „Früher 38 Prozent, jetzt 18 Prozent, wenn das so weitergeht, haben sie nur noch so viel Prozente wie der ,Kleine Feigling‘“. Der Einzige, der der SPD wieder zu einem Wahlerfolg verhelfen könne, sei Thilo Sarrazin. „Mit ihm würde die SPD 180 Prozent holen, zumindest in Sachsen“, vermuten die Kabarettisten.

Auch auf die Flüchtlingsproblematik gingen die Kabarettisten ein. SPD-Chef Siegmar Gabriel habe in dem Zusammenhang gefordert, die Fluchtursachen zu bekämpfen. „Da wäre sein Rücktritt als großer Waffenhändler ein guter Schritt“, sagte Funke. Rüther machte sich mehr Sorgen über das Eigenleben des selbst fahrenden Google-Autos. „Da gibt man als Ziel „Kino“ an und das Auto sagt: „Ne, wir fahren zur Oma.“

Seit 2009 präsentiert die Stiftung Spar- und Leih-Kasse in Rendsburg ihre Kleinkunstreihe „Abends wird die Sparkasse zur Spaßkasse“. Schon seit fünf Jahren ist „Storno“ dabei. „Mittlerweile sind sie ein fester Bestandteil der Veranstaltungsreihe“, so Rolf Teucher, Vorsitzender der Stiftung. „Um die große Kartennachfrage zu befriedigen, verlassen wir für „Storno“ die Räumlichkeiten der Sparkasse und wechseln in das Stadttheater. Damit bieten wir vielen Kabarettinteressierten die Möglichkeit, das beliebte Trio live zu erleben.“

„Das große Interesse an der Veranstaltungsreihe freut uns natürlich sehr“, betonte Manfred Buncke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mittelholstein. „Wir haben offensichtlich den richtigen Nerv unserer Gäste getroffen.“

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