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Happy-End beim DRK : Junges Team sorgt für Happy-End beim DRK Nienborstel

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bei der letzten außerordentlichen Mitgliederversammlung des schon so gut wie aufgelösten Ortsvereins wurde doch noch ein neuer Vorstand gefunden. Die neue DRK-Chefin heißt Sandra Adamietz und ist die Tochter der bisherigen Vorsitzenden Angelika Baasch.

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erstellt am 20.Sep.2013 | 06:15 Uhr

Happy-End beim DRK Nienborstel: Bei der letzten außerordentlichen Mitgliederversammlung des schon so gut wie aufgelösten Ortsvereins wurde doch noch ein neuer Vorstand gefunden. Die neue DRK-Chefin heißt Sandra Adamietz, ist die Tochter der bisherigen Vorsitzenden Angelika Baasch, und zusammen mit Andrea Ohrt, Claudia Ohrt, Franka Seybold, Jessica Trilcke und Birgitt Kawalek, die alle erst am Mittwochabend ihre DRK-Beitrittserklärungen ausfüllten, bildet die 36-Jährige nun den wohl jüngsten DRK-Vorstand im Kreis Rendsburg-Eckernförde.

„Warum machen wir heute eine außerordentliche Versammlung?“, fragte Angelika Baasch zum Auftakt der Krisensitzung im Dorfgemeinschaftshaus „Ole School“ und berichtete von der schon „mehrere Jahre“ andauernden vergeblichen „Suche nach Zuwachs für unseren DRK-Vorstand“. Am 20. Februar hatte der Vorstand des 1916 als „Vaterländischer Frauenverein“ gegründeten DRK-Ortsvereins Nienborstel beschlossen, die Vereinsarbeit mit Ausnahme der vierteljährlichen Blutspendetermine ruhen zu lassen. Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung müsse sich das Schicksal des Ortsvereins nun entscheiden: „Wenn wir weitermachen, dann mit frischem Wind in den Segeln – oder wir gehen mit Mann und Maus unter!“

„Wir hoffen immer noch, dass wir jüngere Vorstandsmitglieder bekommen“, meldete sich die DRK-Kreisverbandsvorsitzende Inge Schade zu Wort, „ich kann nur an Sie alle appellieren, den Verein nicht den Bach runtergehen zu lassen, denn in drei Jahren könnte man das 100-jährige Jubiläum feiern, und es wäre doch sehr schade für den Ort, wenn der Verein nicht mehr bestehen würde.“ Der neue Vorstand müsse ja nicht gleich „einen Riesenplan“ vorlegen, meinte Bürgermeister Holger Kühl.

Um 19.50 Uhr ließ Angelika Baasch DRK-Beitrittserklärungen im Saal herumgehen, denn: „Wer wählen oder gewählt werden will, muss vorher dem DRK beitreten.“ Inklusive Bürgermeister Kühl konnte Angelika Baasch elf Neueintritte verbuchen, und um 20.10 Uhr wandte sie sich an eine Gruppe von frischgebackenen DRK-Frauen: „Habt Ihr Euch geeinigt? Wer macht die 1. Vorsitzende? Sandra? Da bin ich aber platt!“ Angelika Baaschs Tochter Sandra Adamietz erklärte sich bereit, für das Amt der DRK-Chefin zu kandidieren, und mit ihr stellten sich weitere fünf Frauen, die ein paar Minuten zuvor erst ihre Beitrittserklärungen ausgefüllt hatten, zur Wahl: Andrea Ohrt (kandidierte für den Posten der 2. Vorsitzenden), Claudia Ohrt (3. Vorsitzende), Jessica Trilcke (Schatzmeisterin), Birgitt Kawalek (Schriftführerin) und Franka Seybold (Beisitzerin). Die sechs Kandidatinnen wurden en bloc und einstimmig gewählt. „Ich freue mich, dass das so gut geklappt hat“, betonte Inge Schade, „das ist ein toller neuer Vorstand!“ Die Kreisvorsitzende vermutet, dass Sandra Adamietz (36 Jahre) und deren Mitstreiterinnen Andrea Ohrt (35), Claudia Ohrt (39), Jessica Trilcke (35), Birgitt Kawalek (49) und Franka Seybold (47) nun sogar den jüngsten DRK-Ortsvereinsvorstand des Kreises Rendsburg-Eckernförde bilden. Mit den wiederholten Aufrufen zum Thema DRK-Zukunft in den vergangenen Monaten habe man es geschafft, „Unruhe ins Dorf zu bringen“, stellte Bürgermeister Kühl fest: „Wir haben damit Erfolg gehabt, und ich freue mich, dass unser DRK-Ortsverein weiter bestehen bleibt.“

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