Geschnatter in der Nordmarkhalle : Junge Züchter räumen Preise ab

Züchterstolz: Der zwölfjährige Marten Both aus Owschlag zeigt eine Taube der Rasse „Deutsche Modeneser Schietti“, Nele Carstens vom Rassegeflügelzuchtverein „Eider“ Rendsburg präsentiert seine Auszeichnung. Fotos: Becker
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Züchterstolz: Der zwölfjährige Marten Both aus Owschlag zeigt eine Taube der Rasse „Deutsche Modeneser Schietti“, Nele Carstens vom Rassegeflügelzuchtverein „Eider“ Rendsburg präsentiert seine Auszeichnung. Fotos: Becker

Bei der 48. Schau des Rassegeflügelzuchtvereins „Eider“ standen die gefiederten Schönheiten im Mittelpunkt.

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28. Oktober 2018, 16:48 Uhr

Kölner Tümmler, Pommerngänse, Orpington-Hühner, Sachsenenten – Geflügel bestimmte am Wochenende das Bild in der Rendsburger Nordmarkhalle. Im Rahmen der 48. Schau des Rassegeflügelzuchtvereins „Eider“ Rendsburg (RGZV) wurden 250 Tiere präsentiert und von Wertungsrichtern in Augenschein genommen.

Dabei waren die Söhne von Hans Junker aus Meggerdorf besonders erfolgreich. Der sechsjährige Paul errang mit seinen Zwerg-Seidenhühnern den Landesverbandspreis, sein Bruder Norman (14) gewann den Preis des Kreisverbandes mit seinen Deutschen Peking-Enten, und Felix (13) konnte das begehrte „Eider-Band“ für seine Schwarzen Pommernenten mit nach Hause nehmen. „Dieser Preis ist so wertvoll, weil er nur bei unserer Schau vergeben wird“, erklärte RGZV-Mitglied Nele Carstens.

Paul Junker hat sich für Zwerg-Seidenhühner entschieden, „weil sie so klein und plüschig sind“. Felix züchtet Pommerenten, weil er ebenfalls ihr schönes Aussehen mag und weil sie auf der roten Liste für vom Aussterben bedrohte Rassen stehen. „Meine Söhne übernehmen die Verantwortung für ihre Tiere“, betonte Vater Hans Junker. „Und sie füttern auch mein Geflügel mit, wenn ich wegen meines Schichtdienstes tagsüber keine Zeit dafür habe.“

Marten Both aus Owschlag wurde mit seinen Tauben „Deutsche Modeneser Schietti“ 2. Jugendvereinsmeister. Aber der Zwölfjährige will sich jetzt lieber dem Fußballspielen widmen. „Vielleicht steige ich später wieder in die Vogelzucht ein“, meinte er.

42 Erwachsene und elf jugendliche Mitglieder hat der RGZV momentan. „Oft sind es die Kinder von Züchtern, denen liegt das im Blut“, stellte Nele Carstens fest. Man versuche, den Nachwuchszüchtern einen verantwortungsvollen Umgang mit ihren Tieren zu vermitteln. „Füttern, die Ställe saubermachen, jeden Tag um die Tiere kümmern – die kann man nicht einfach in die Ecke stellen“, sagte Carstens.

Artgerechte Haltung und der Erhalt alter Kulturrassen stehe im Vordergrund, machte der Kreisverbandsvorsitzende der Geflügelzüchter, Rolf Gottwald, deutlich. „Und unsere Tiere sollen auch einen schönen Braten ergeben – Fleisch aus Freilandhaltung.“

Gottwald freute sich über das Urteil der Wertungsrichter, die die Tiere der Jugendgruppe höher einschätzten als die der Erwachsenen. „Das ist gut für die Zukunft.“ Allerdings sei es nicht einfach, den Züchternachwuchs bei der Stange zu halten. Er erinnerte sich an seine Anfänge im Alter von 13 Jahren. „Damals waren wir zwölf Jugendliche, und nur ich bin dabei geblieben.“

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