zur Navigation springen

Junge und "alte" Schüler stellten ihre großen Talente unter Beweis

vom

shz.de von
erstellt am 22.Jun.2011 | 03:59 Uhr

Rendsburg | Schülerkonzerte der Rendsburger Musikschule legen nicht nur einen besonderen Rechenschaftsbericht über deren Arbeit ab, sie sind auch immer Prüfstein und Ansporn für die Mitwirkenden. Sie sammeln Auftrittserfahrungen und das Publikum - meist die stolzen Eltern - erfährt etwas über die Vielfalt des musikalischen Angebots.

So auch bei der jüngsten Auflage: 17 Nachwuchskünstler zeigten einen Ausschnitt aus dem breiten Spektrum der Musikschule. Dabei konnte man auch erfahren, dass die "Schüler" dem Schulalter durchaus entwachsen sein können: Ute Klemke (Geige) und Klaus-Dieter Waujok (Gitarre) ließen ihre früher erworbenen Fähigkeiten wiederbeleben. Mit überzeugendem Ergebnis, wie die beiden mit gekonnt gespielten Tango-Nuevo-Werken von Astor Piazzolla belegten. Die Überraschung war geglückt.

Ein außergewöhnliches Beispiel für den Hauptarbeitsbereich, die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen, ist Susanne Lorenz-Sprenger, die mit sechs Blockflöten-Kindern den "Kleinen grünen Kaktus" und andere Stücke so lebendig vorstellte, dass sie mit ihren Schülern am Musikschultag bei der Landesgartenschau auftreten darf.

Der kleine Franz Lienemann spielte den 1. Satz aus einem Vivaldi-Violinkonzert: Beeindruckender Nachwuchs. Majela Scheske auf der Trompete: Kennt sie Lampenfieber?, fragte man sich bei ihrem sicheren Auftritt. Das war auch nicht erkennbar bei Leonard Krause, der Joplins "Entertainer" auswendig vortrug und sich bei dem vertrackten Rhythmus nur einmal verhakte. Nicht schlimm, Erfahrung gewonnen.

Finja Rehm bewies auf ihrem Sopran-Saxophon ihr besonderes Talent. Das hat auch Leandro Schmitz, der den zweiten Satz aus Mozarts A-Dur-Klavierkonzert KV 488 "zum Wegschmelzen schön" spielte.

Ein Gitarrenduo entführte mit der "Nachtigall" in die Vogelwelt und mit "Welcome home" von John Dowland ins alte England des frühen 16. Jahrhunderts. Friederike Wieben spielte eine Sonate Georg Philipp Telemanns für Trompete und Begleitung. Dabei wurde hörbar, wie groß der Einsatz bis zum Gelingen einer Aufführung vor Publikum ist.

Davon merkte man bei Sören Bindemanns Violinspiel nichts: Mit anspruchsvollem Bach-Programm und der spielerisch verzwickten g-moll Caprice Nr. 16 von Nicolo Paganini bewies er wieder einmal Können, das weit über das normale Maß hinausgeht.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen