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Schüleraustausch : Junge Partnerschaft zum 60. Jahrestag

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Russische und deutsche Schüler dokumentieren die Geschichte des Schüleraustauschs beim Festprogramm in Rendsburg. Die Heimatkreisgemeinschaft Gerdauen (Ostpreußen) feiert 60.Jahrestag in Rendsburg.

Viel Zeit zum Ausruhen blieb den Gästen aus dem russischen Krylowo (ehemals Nordenburg, Kreis Gerdauen) am Mittwochnachmittag nicht. Kurz nach der Ankunft der sieben russischen Schüler und ihrer Begleiter in Hanerau-Hademarschen ging es auch schon an die Vorbereitung des Programms für das Wochenende.

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde, die Stadt Rendsburg und die Heimatkreisgemeinschaft Gerdauen feiern das Bestehen ihrer 60-jährigen Patenschaft. Im Rahmen des Festprogrammes, das heute Abend mit einer Ausstellungseröffnung im Foyer des Neuen Rathauses in Rendsburg beginnt, stellen die sieben Hademarscher Schüler zusammen mit ihren Gästen aus Nordenburg (russisch: Krylowo) ihren Schüleraustausch vor, der 1995 von Marianne Hansen in Hanerau-Hademarschen ins Leben gerufen wurde.

„Es begann mit einem Brief an die Schule in Krylowo“, erinnert sich Marianne Hansen noch genau. Ihr sei es ein Anliegen gewesen, neben ihrer Mitgliedschaft in der Heimatkreisgemeinschaft Gerdauen Kontakt zu ihrer ehemaligen Heimat zu knüpfen. Aus dem Briefwechsel mit der Schule entstand ein Schüleraustausch, der jährlich wechselt. Im vergangenen Jahr reisten Hademarscher Schüler nach Krylowo. Zu ihnen gehörte auch Carina Milsmann, die sich vor allem an die großartige Gastfreundschaft erinnern kann: „Es war eine spannende Erfahrung, die für uns fremde Stadt, die fremde Sprache, das fremde Essen und die neue Umgebung kennen zu lernen“, sagt die Schülerin. Ihre Gastfamilie sei unglaublich nett gewesen, deshalb sei es für sie und ihre Familie selbstverständlich gewesen, im Gegenzug für die Besuchszeit in Hanerau-Hademarschen eine Schülerin bei sich zu Hause aufzunehmen.

Aus den gegenseitigen Besuchen seien auch Freundschaften enstanden. Die Jugendlichen verständigen sich sich mit Händen und Füßen, zudem helfen Übersetzungsprogramme im Internet mittels Smartphones und Tablet-Computern bei Sprachschwierigkeiten. Aber auch das ein oder andere Wörterbuch ist auf den Tischen in der Mensa zu sehen, als sich die Schüler gemeinsam an das Gestalten der Fotostellwände machen, die den Austausch dokumentieren sollen.

Hans Alsen und Frauke Feldhusen, die für die Besuchtage ein umfangreiches Programm ausgearbeitet haben, helfen beim Aufkleben der Fotos mit und üben mit den Schülern den Ablauf der Präsentation sowie das gemeinsame Singen für die Feierstunde am Sonntag in Rendsburg. „Tut mir also den Gefallen und übt, so oft es geht, das gemeinsame Lied, damit es bis Sonntag sitzt“, fordert Alsen alle auf.

Neben den Vorbereitungen für das Festprogramm erhalten die jungen russischen Gäste bei Ausflügen nach Büsum und zum NDR-Landesfunkhaus in Kiel die Gelegenheit, Land und Leute in Schleswig-Holstein kennen zu lernen sowie bis zur Abreise am Montag, Zeit mit ihren Gastfamilien zu verbringen.

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