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Tischtennis : Jule Wirlmanns Traum wird wahr

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Nachwuchs-Tischtennisspielerin aus Beringstedt erhält Einladung zur Jugend-Nationalmannschaft.

von
erstellt am 23.Okt.2013 | 22:36 Uhr

Erfolg und Enttäuschung liegen im Sport oftmals eng beieinander. Diese Erfahrung erfuhr Tischtennis-Hoffnung Jule Wirlmann (14) nun am eigenen Leib. Allerdings führte die Gefühlsachterbahn beim Top 48-Bundesranglistenturnier aus dem Tal an den Gipfel. Nachdem sie ihr Ziel, den Einzug in die Runde der besten Vier, verpasst hatte, schien sie ihren Traum von der Nationalmannschaft vorerst begraben zu müssen. Am Ende aber strahlte sie doch noch über beiden Ohren, denn der bislang größte Erfolg ihrer noch jungen Laufbahn war perfekt: Nachträglich wurde sie in die U15-Nationalmannschaft berufen. „Für mich wird ein Traum wahr“, jubelte Wirlmann.

Im bayrischen Frickenhausen trafen die 48 besten Tischtennisspielerinnen ihres Jahrgangs aufeinander. Die Zielsetzung der aus Beringstedt stammenden Wirlmann war klar: „Wir wollten unter die ersten Vier“, sagte Schleswig-Holsteins Stützpunkttrainer Veli Erdogan, der die 14-Jährige in Bayern betreute. Doch die beiden mussten zunächst einen Rückschlag hinnehmen. Die Vorrunde beendete Erdogans Schützling in der Gruppe B „nur“ auf Platz zwei, womit die Zielsetzung bereits frühzeitig Makulatur geworden war. „Nach der Gruppenphase war ich sehr enttäuscht, weil ich unbedingt in die Nationalmannschaft wollte“, so Wirlmann. Eigentlich war es nur den ersten Sechs der Rangliste vorbehalten, die deutschen Farben unter der Leitung von Auswahltrainerin Dana Weber bei einem internationalen Turnier in Bratislava (Tschechien) zu vertreten.

Aber Wirlmann, die mittlerweile in einem Tischtennis-Internat in Hannover an ihrem Spiel arbeitet, zeigte nun Kampfgeist. „Sie ist mental inzwischen sehr stark“, lobte Erdogan ihre Qualitäten. Im Spiel um Platz sieben lag sie gegen Lisa Krödel (Niedersachsen) bereits mit 0:2 Sätzen hinten. Jene Krödel, die Wirlmann bereits im Gruppenspiel besiegte (3:1) und ihr damit die Chance auf den Gesamtsieg nahm. Was folgte war eine herausragende Aufholjagd und „das beste Spiel des Turniers“, wie Erdogan befand. Fortan zeigte die Beringstedterin, was sie sich im letzten Jahr erarbeitet hat. „Sie hat ihre Technik verfeinert und ist viel aggressiver geworden. Mit ihren explosiven Bewegungen bekommt sie mittlerweile ein hohes Tempo in ihre Schläge“, so Erdogan. Wirlmann drehte die Partie und nach dem 3:2-Sieg stand am Ende der siebte Platz zu Buche – ein versöhnlicher Abschluss.

Dass der Trip nach Bayern doch noch zu einem großen Erfolg wurde, dafür sorgte dann Dana Weber. Die Nationaltrainerin honorierte Wirlmanns gute Leistungen im Training und in den Wettkämpfen zuvor und machte den Traum der 14-Jährigen mit der Einladung zur Nationalmannschaft wahr.

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