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Planspiel : Jugendliche entwickeln Marketing-Konzept für den Kanaltunnel

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Schüler und Auszubildende haben ein Marketingkonzept geschrieben, um die Bauarbeiten in ein besseres Licht zu rücken. Ihren Drei-Punkte-Plan legten sie dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt vor.

shz.de von
erstellt am 27.Dez.2016 | 13:37 Uhr

Was für viele Rendsburger nach jahrelangem Baustellenchaos unmöglich scheint, haben Schüler und Auszubildende aus der Region jetzt vorgemacht: Sie entwickelten ein Marketingkonzept, das die Bauarbeiten am Kanaltunnel in ein positiveres Licht rückt. Sogar beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) stellten sie ihre Ideen vor. Unter dem Motto „Die Kanaltunnelsanierung – mit der zweiten Halbzeit zum Erfolg“ entwickelten acht Schüler und Auszubildende einen drei-Punkte-Plan, um das Image rund um die Großbaustelle aufzupolieren. Die Idee entstand im Rahmen der Wirtschaftswochen AG (WIWAG), die regelmäßig von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Rendsburg-Eckernförde und dem Unternehmensverband Mittelholstein organisiert wird.

„Natürlich ist die Tunnelsanierung an sich nicht schön zu reden“, sagte Godje Clausen. Sie ist eine derjenigen, die an dem Projekt beteiligt war. Die 17-Jährige kommt aus Westerrönfeld und hatte in der Vergangenheit täglich mit der Großbaustelle zu tun. „Der Tunnel ist dennoch ein Aushängeschild für die Region. An sich ist er eine technische Meisterleistung.“ Das wüssten aber nur die Wenigsten. Man müsse die Aufmerksamkeit auf die positiven Dinge lenken. „Eine Möglichkeit wäre eine Baustellenführung, damit die Leute verstehen, was alles am Tunnel verändert werden musste“, sagte Clausen. „Dann würden die Rendsburger vielleicht auch die lange Bauzeit tolerieren.“

Mieke Ruff ist ähnlicher Meinung. „Es ist außerdem wichtig, dass die Verantwortlichen Fehler eingestehen“, betonte die 20-Jährige. „Nur so können die Rendsburger verstehen, was schief gelaufen ist.“ Der Schlüssel zu allem sei die aktive Kommunikation. „Das WSA darf sich nicht verstecken. Es muss sich der Bevölkerung gegenüber öffnen“, sagte auch Anna Schildhauer. Die 19-Jährige schlug zudem vor, dass eine Fragen und Antwortseite auf Facebook eingerichtet werden könnte. „Es gibt zwar eine offizielle Homepage. Sie ist aber sehr unbekannt. Soziale Netzwerke könnten die Beantwortung von individuellen Fragen vereinfachen.“

Mit ihrem Konzept schafften die Jugendlichen es sogar bis zum Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt, wo sie mit ihren Ideen begeisterten. „Die Runde hätte am liebsten alles gleich umgesetzt“, sagte Ruff lächelnd. „Sie haben uns aber auch erklärt, dass sie nicht die letzte Handlungsinstanz inne hätten. Das WSA ist eben eine Behörde. Alles muss mehrfach abgestimmt und kontrolliert werden.“

Knut Petrowski, Betreuer des Projekts, ist stolz auf seine Schützlinge. „Es geht nicht nur um den Tunnel an sich. Ein positives Image könnte der gesamten Region zu Gute kommen.“

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