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Landeszeitung

17. Oktober 2017 | 00:41 Uhr

Aukrug : Jugend verschafft sich Gehör

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der Gemeinde Aukrug gibt es den ersten Kinder- und Jugendbeirat im gesamten Amt Mittelholstein. Die neun Mitglieder sind zwischen 13 und 17 Jahre alt

Den allerersten Kinder- und Jugendbeirat im Amt Mittelholstein (insgesamt 30 Kommunen) gibt es in Aukrug. Das Gremium, das sich für die Interessen und Bedürfnisse aller Aukruger Kinder und Jugendlichen einsetzt, konstituierte sich jetzt im Versammlungsraum.

Sechs Mädchen und drei Jungen im Alter von 13 bis 17 Jahre machen sich damit zum Sprachrohr für alle Aukruger Kinder und Jugendlichen gegenüber der Politik und Verwaltung. Überparteilich treten sie an, damit die Jugend mit Antrags- und Rederecht in den Gremien vor den Gemeindevertretern und in den Ausschüssen Gehör findet.

Leonie Liebscher wurde zur Vorsitzenden gewählt. „Ich freue mich auf die neuen Aufgaben und bin gespannt darauf, was mich erwartet“, sagte die 15-jährige Schülerin. Als Stellvertreter bekam Lennart Knaak (16) das Vertrauen ausgesprochen. Mit Jule Knaak (16), Nele Preutenborbeck (13), Franziska Schlichting (16), Nikolas Mokris (15), Malte Möheken (15), Flora Bußkamp (16) und Mayleen Kühl (15) präsentierte sich der komplette Beirat. Vor den Wahlgängen wurde der Mitgliederkreis von Bürgermeister Nils Kuhnke und dem Verwaltungsmitarbeiter Carsten Klug auf die Art und Weise seiner Mitarbeit an den kommunalpolitischen Entscheidungen und Prozessen eingestimmt.

Die Jugendlichen können unter anderem zu eigenen Veranstaltungen einladen und Empfehlungen, so zum Beispiel bei Gestaltung und Ausstattung der Spielplätze, über die Fachausschüsse den Gemeindevertretern zur Entscheidung vorlegen. „Alles, was euch interessiert, könnt ihr beraten und zur Abstimmung bringen. Nichts ist in Stein gemeißelt“, sagte Kuhnke.

Postwendend berichtete die Vorsitzende dem Gemeindechef von einem Ärgernis, das alle Schüler interessiert, die Schulen in Neumünster besuchen. Sie steigt selbst an den Schultagen um 16 Uhr in Aukrug aus der Regionalbahn, während zeitgleich die ÖPNV-Busse zur Weiterfahrt ihre Eingangstüren schließen. „Die Fahrer zeigen kein Erbarmen und verweigern selbst dann ein Zusteigen, wenn sie nach wenigen Metern vor den geschlossen Schranken wieder anhalten müssen“, so Liebscher. Kuhnke sagte ein klärendes Gespräch mit den Verantwortlichen des Busbetriebes zu.

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