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Landeszeitung

23. Oktober 2017 | 17:12 Uhr

Jüdisches Museum Berlin macht Schule

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Owschlager Schüler beschäftigten sich einen Tag lang mit Geschichte und Leben des Judentums

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2014 | 16:36 Uhr

Einen ganzen Schultag lang haben sich die Schüler der Grund- und Regionalschule Owschlag mit jüdischer Religion, Kultur und Geschichte auseinandergesetzt. Mit einer mobilen Ausstellung und zwei iPad- Workshops luden Museumspädagogen des Jüdischen Museums in Berlin die Schüler der vierten sowie der siebten bis zehnten Klassen zu Gesprächen über jüdische Geschichte und „jüdisches Leben heute“ ein und diskutierten mit ihnen über jüdische Religion, Tradition und Identität.

Zu Gast ist „on.tour“ auf Einladung der Referendarin Annika Beggerow. Im vergangenen Schuljahr hatte sich die Religionspädagogin um einen Besuch beworben. Mit der jetzigen achten Klasse hatte Beggerow eine Collage zum Thema Judentum erstellt, da sie gehört hatte, dass kreative Schülerbewerbungen bevorzugt werden würden. Schon nach kurzer Zeit folgte die Zusage.

Mit ihrer siebten Klasse besucht Beggerow die Ausstellung während der zweiten Unterrichtsstunde in der Pausenhalle. Viel Material zum Anschauen, Anfassen, Lesen und Probieren findet sich auf den bereitgestellten Tischen. In vier großen, roten Würfel sind insgesamt zwölf Vitrinen mit Ausstellungsstücken eingelassen sowie Texte und Karten, Abbildungen und Fotografien angebracht. „Die Ausstellung ist sehr anschaulich aufbereitet und versucht mit allen Sinnen die Kinder anzusprechen“”, lobt Beggerow. Die Kinder dürften auch mal eine Kippa aufsetzen oder einen Gebetsschal umlegen. Museumspädagoge Johannes Schwarz führt die Schüler durch die Ausstellung, lässt sie in Gruppen einzelne Themen erarbeiten und vortragen und beantwortet Fragen.

In der zehnten Klasse findet zeitgleich der iPad-Workshop „Judentum heute“ statt. Die Schüler lernen die unterschiedlichen Lebenswelten von sechs jüdischen Jugendlichen in Deutsc „Dies ist ein guter Weg, den respektvollen Umgang mit anderen Religionen zu lernen“, betont Beggerow.

Seit sieben Jahren besucht die mobile Ausstellung „on.tour“ Schulen im ganzen Bundesgebiet. Weitere Stationen in Schleswig-Holstein sind in diesem Jahr Elmshorn, Meldorf, Neumünster und Lütjenburg.

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