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Jubiläumsfeier: 20 Jahre „Sport gegen Gewalt“ in Mastbrook

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das Projekt „Sport gegen Gewalt, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit“ wurde 1994 vom Landessportverband Schleswig-Holstein im Rahmen der „sozialen Offensive des Sports“ gegründet. Auch im Stadtteil Mastbrook wurde von dem Lehrer Thomas Albert eine Projektgruppe ins Leben gerufen. Am Sonnabend, 13. September, soll das 20-jährige Jubiläum dieser Gruppe in der Sporthalle Mastbrook gefeiert werden.

„Anfangs haben wir mit acht Kindern und Jugendlichen auf dem Schulhof der Grundschule auf einen einzigen Basketballkorb Streetball gespielt“, erinnert sich Albert. In Mastbrook habe es damals keine offenen Sportangebote am Nachmittag gegeben. Das Interesse wuchs ständig. Heute kommen zwischen 55 und 70 Jugendliche mittwochs in die Sporthalle, um in drei Gruppen Fußball zu spielen.

„Wenn bei jungen Menschen Haltlosigkeit, Orientierungslosigkeit, egoistisches Denken, Drogenmissbrauch und Gewaltlosigkeit zunehmen, sind alle Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft gefordert, Möglichkeiten aufzuzeigen, dass es auch friedliche, sinnvollere Lebensweisen gibt“, betonte Albert, der bis vor zwei Jahren Schulleiter in Mastbrook war. Der Sport biete diese Möglichkeiten. Die Stärke der Initiative in Mastbrook sei die Offenheit, die Freiwilligkeit, selbst zu entscheiden, ob man das Angebot nutzt oder andere Termine wahrnimmt. Anders als im Vereinssport fliege man nicht aus der Mannschaft, wenn man beim Training fehlt, sondern könne jederzeit wieder am Spiel teilnehmen. In der Sporthalle der Schule Rotenhof spielen mittwochs ab 14 Uhr Kinder zwischen sechs und acht Jahren eine Stunde lang Fußball, danach die Neun- bis Zwölfjährigen und ab 16 Uhr die Zwölf- bis 17-Jährigen. Rüdiger Rohwer, Übungsleiter des Kreissportverbandes, unterstützt Thomas Albert bei der Betreuung.

Durch jahrelange intensive Arbeit sei inzwischen eine hervorragende Vernetzung innerhalb Rendsburgs und der Umgebung entstanden, sagte Albert. Eine Stärke des Projekts „Sport gegen Gewalt“ seien die vielfältigen Maßnahmen und Aktionen, die neben dem wöchentlichen Angebot durchgeführt werden: 15 selbst organisierte Fußballturniere, Ferienfreizeiten sowie Besuche bei Fußball- und Handball-Bundesligaspielen. 2001 erhielt die Initiative „Sport gegen Gewalt“ den Jugendpreis der Stadt Rendsburg.



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