Rendsburg : Jobcenter sucht neuen Arbeitsplatz

Unüberwindbares Hindernis: Heiko Reinken, der stellvertretende Geschäftsführer des Jobcenters Rendsburg-Eckernförde, steht auf den Stufen, vor denen  Rollstuhlfahrer immer wieder kapitulieren. Jetzt wird nach einer barrierefreien Alternative gesucht.
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Unüberwindbares Hindernis: Heiko Reinken, der stellvertretende Geschäftsführer des Jobcenters Rendsburg-Eckernförde, steht auf den Stufen, vor denen Rollstuhlfahrer immer wieder kapitulieren. Jetzt wird nach einer barrierefreien Alternative gesucht.

Weil das Gebäude an der Ritterstraße nicht barrierefrei ist, wird nach einem anderen Standort für das Jobcenter gesucht. Die Ausschreibung läuft seit dieser Woche.

shz.de von
02. August 2014, 12:00 Uhr

Fünf Stufen sind fünf Stufen zuviel. Sie führen in den Trakt mit den Toiletten und stellen für viele Menschen mit Behinderung eine schier unüberwindbare Hürde dar. Seit langem sind die Stufen ein Ärgernis im Jobcenter Rendsburg-Eckernförde. Das Gebäude in der Ritterstraße ist für den Besucherverkehr nur bedingt geeignet. Denn einen Fahrstuhl, um die Treppe zu umgehen, gibt es nicht. Vor allem aus diesem Grund wird jetzt nach einem neuen Standort gesucht. Die bundesweite Ausschreibung läuft seit dieser Woche.

Benötigt werden 2900 Quadratmeter Mietfläche für die Büronutzung in Rendsburg – so heißt es in der im Internet auf www.bund.de verbreiteten Annonce. Als frühester Mietbeginn wird der 1. Oktober 2015 angegeben. Bis Ende kommenden Jahres soll der Umzug abgeschlossen sein.

„Wir suchen einen anderen Standort“, bestätigt Heiko Reinken, der stellvertretende Geschäftsführer des Jobcenters. Die räumlichen Verhältnisse in dem rot geklinkerten Zweckbau unweit des Amtsgerichts seien alles andere als ideal. Immer wieder müssten Gespräche mit Kunden, die die Treppen nicht überwinden könnten, in kleine Büros im Erdgeschoss verlegt werden, berichtet Reinken. Äußerst misslich seien auch die Lage und der Zuschnitt der sanitären Anlagen. Man suche deshalb schon seit geraumer Zeit nach einer geeigneten Alternative im Stadtgebiet. Doch die sei wegen des großen Raumbedarfs für die etwa 100 Mitarbeiter des Jobcenters nicht einfach zu finden. „Es lagen Angebote vor, aber bisher war nicht alles optimal“, so Reinken. Die Ausschreibung auf der Homepage des Bundes sei vorgeschrieben, da es sich um eine Dienststelle der Agentur für Arbeit handele.

Das Jobcenter ist unter anderem für die Grundsicherung der Arbeitsuchenden zuständig. Es betreut und vermittelt Bezieher von Arbeitslosengeld II und deren leistungsberechtigte Angehörige. Die Behörde wird vom Kreis Rendsburg-Eckernförde und der Agentur für Arbeit Neumünster gemeinsam getragen. Seit Anfang 2005 befindet sich der Sitz in der Ritterstraße. Davor war das Finanzamt Mieter des dreigeschossigen Gebäudes, das einem Unternehmer aus Itzehoe gehört.

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