Jobcenter feiert zehnten Geburtstag

Blickten gemeinsam auf zehn Jahre Jobcenter Kreis Rendsburg-Eckernförde zurück: Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer, Jobcenter-Geschäftsführer Gerhard Seibert und Carsten Ludwig, Leiter der Agentur für Arbeit in Neumünster.
Blickten gemeinsam auf zehn Jahre Jobcenter Kreis Rendsburg-Eckernförde zurück: Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer, Jobcenter-Geschäftsführer Gerhard Seibert und Carsten Ludwig, Leiter der Agentur für Arbeit in Neumünster.

Behörde vermittelt jedes Jahr 3000 Arbeitssuchende / Soziale Sicherung für 16 000 Menschen

shz.de von
27. Januar 2015, 12:42 Uhr

Das Jobcenter für den Kreis Rendsburg-Eckernförde feiert in diesem Jahr seinen zehnten Geburtstag. Anlässlich dieses Jubiläums kamen gestern Vormittag Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verantwortliche bei einer Feierstunde zusammen.

In einem Rückblick erinnerte unter anderem Jobcenter-Geschäftsführer Gerhard Seibert an die Anfänge der Behörde, die als Arbeitsgemeinschaft (Arge) Rendsburg-Eckernförde am 1. Januar 2005 startete. „Es gab in den vergangenen zehn Jahren diverse Kröten zu schlucken“, fasste Carsten Ludwig von der Agentur für Arbeit Neumünster zusammen. Unter anderem fehlten zum Auftakt Telefone und Computer für die Mitarbeiter. Prepaid-Handys und Kuriere gewährleisteten einen Austausch zwischen den Standorten. Der Spagat zwischen den beiden Trägern, dem Kreis Rendsburg-Eckernförde und der Agentur für Arbeit Neumünster, erforderte ebenfalls Geduld. Unter anderem auch, weil die Mitarbeiter im Hinblick auf ihren Verdienst unterscheidlich eingruppiert werden. „Ich habe großen Respekt für das, was Sie geleistet haben. Das wird nicht ausreichend gewürdigt“, lobte Ludwig.

Heute arbeiten 192 Mitarbeiter im Jobcenter. Etwa ein Drittel ist beim Kreis angestellt, die restlichen zwei Drittel bei der Agentur für Arbeit. Die Mitarbeiter teilen sich auf vier Standorte auf: Rendsburg, Eckernförde, Hohenwestedt und Kiel. Zum Leistungsspektrum gehören neben Beratung und Vermittlung in Arbeit und Ausbildung unter anderem auch (Geld-)Leistungen zum täglichen Leben und Wohnen, berufliche Qualifizierung sowie Schuldner- und Suchtberatung.

In den vergangenen zehn Jahren hatte das Jobcenter Gesamtausgaben von über einer Milliarde Euro, davon 347 Millionen Euro für das Arbeitslosengeld II und 316 Millionen für Unterkunft und Heizung. Der drittgrößte Posten sind Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von knapp 165 Millionen Euro.

Jedes Jahr werden etwa 3000 Personen in ein Arbeitsverhältnis vermittelt. „54 Prozent sind auch nach einem Jahr noch in der Beschäftigung. Das zeugt von der Qualität unserer Kunden“, so Gerhard Seibert.

Zudem stellt das Jobcenter für rund 16  000 Personen in gut 8000 Bedarfsgemeinschaften, also Familien im weiteren Sinne, den Lebensunterhalt sicher – darunter auch zahlreiche Kinder.

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