Jobcenter bringt rund 3000 Kunden in den ersten Arbeitsmarkt

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07. März 2014, 11:18 Uhr

Fast 3000 Menschen hat das Jobcenter des Kreises Rendsburg-Eckernförde im vergangenen Jahr in den ersten Arbeitsmarkt integriert. Diese Zahl präsentierte jetzt Jobcenter-Geschäftsführer Gerhard Seibert. „Das ist eine gute Zahl, denn wir konnten das Vorjahresniveau vor dem Hintergrund eines geringeren Budgets halten“, betonte er. Generell sei das Jahr 2013 aus Sicht des Jobcenters ein erfolgreiches gewesen, erklärte auch Börge Hamer, Bereichsleiter Markt und Integration.

Doch damit gibt man sich beim Jobcenter nicht zufrieden. „Die Zahl der Integrationen möchten wir 2014 gerne steigern“, erklärt Seibert. Das Budget für Leistungen zur Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt bleibt im Vergleich zum Jahr 2013 in etwa stabil und liegt bei rund sechs Millionen Euro. Das Geld erhält das Jobcenter zweckgebunden vom Bund. Seibert: „99,1 Prozent davon haben wir auch ausgegeben. Das Geld, das für die Region vorgesehen ist, kommt auch wirklich in die Region.“ Im Jahr 2010 war das Budget allerdings noch mehr als doppelt so hoch. Hamer betont: „Daher müssen wir sehen, welche Maßnahmen und Instrumente sinnvoll sind und auch wirklich greifen.“

Ein riesiger Batzen Geld geht indes über die so genannten passiven Leistungen an die Kunden – rund 66 Millionen Euro waren es im vergangenen Jahr. 34 Millionen kamen dabei vom Bund für die Regelleistungen, 32 Millionen vom Kreis für finanzielle Unterstützung bei Mieten und Heizkosten – rund 4230 Euro pro Jahr und Jobcenter-Kunde.

„Das Jahr 2014 steht im Zeichen der bewerberorientierten Arbeitsvermittlung“, sagt Hamer: „Gemeinsam mit unseren Kunden wollen wir gezielte Arbeitgeber-Kontakte herstellen und dadurch Integration in den Arbeitsmarkt schaffen.“ Vier Vollzeitkräfte sind seit Beginn des Jahres dafür da, in die Unternehmen und Betriebe hinein zu gehen und unter anderem um Praktikumsplätze zu werben. „Meine Mitarbeiter kennen ihre Kunden genau und können quasi als Türöffner fungieren“, betont Hamer. Neben den üblichen Maßnahmen, gibt es in diesem Jahr auch zwei Premieren. Das Jobcenter bietet am 25. März im Bürgerzentrum Büdelsdorf die erste Arbeitsmarktmesse „Connect“ an. Dort sollen Arbeitgeber, Bildungsträger und Jobsuchende miteinander in direkten Kontakt kommen und sich vernetzen. Interessierte Arbeitgeber können sich dafür noch beim Jobcenter anmelden (Tel. 04331/4385-277). Für mögliche Auszubildende wagt sich das Jobcenter an eine neue Form der Vermittlung. Am 16. April findet ein Azubi-Speed-Dating in Rendsburg statt.

An vier Standorten (Rendsburg, Eckernförde, Hohenwestedt und Kiel) betreut das Jobcenter derzeit 15 600 Personen (2005 waren es 19470) in 8200 so genannten Bedarfsgemeinschaften – zum Beispiel Familien.>

www.jobcenter-rendsburg-eckernfoerde.de

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