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Windpark Bredenbek : Jetzt haben die Einwohner das Wort

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Am Sonntag sind 1100 Einwohner zur Stimmabgabe aufgerufen: Kritiker am Windpark Bredenbek haben einen Bürgerentscheid durchgesetzt. Sie fordern niedrigere Anlagen und einen größeren Abstand zu Häusern.

180 Meter hoch oder nur 120 Meter – das ist die entscheidende Frage beim Bürgerentscheid über den Windpark Bredenbek. Am nächsten Sonntag, 30. November, sind 1100 Einwohner zur Stimmabgabe aufgerufen. Eine Höhenbegrenzung der Windräder auf 120 Meter und die Festlegung eines Mindestabstands von 650 Metern zur Wohnbebauung fordert die Bürgerinitiative, die den Bürgerentscheid auf den Weg gebracht hat.

„Höhere Anlagen würden zu einem Wertverlust von Immobilien führen und die Gefährdung der Anwohner durch Infraschall vergrößern“, argumentierte Rainer Böttcher, einer der Sprecher der Initiative. „Wir akzeptieren und unterstützen den Windpark, aber maßvoll und mit einer stärkeren Berücksichtigung aller Landschafts- und Bürgerinteressen. Deshalb 120 Meter statt 180 Meter.“

Nach der bisherigen Planung will die „Windpark Bredenbek GmbH“ sieben Windkraftanlagen von 180 Metern Höhe bauen. Die von der Bürgerinitiative geforderte Höhen- und Abstandsfestlegung würde alle Bemühungen, die für Bredenbek beste Windpark-Konfiguration in einem offenen Planungsverfahren zu ermitteln, bereits im Vorfeld untergraben, schreibt die Windpark-GmbH auf ihrer Internetseite.

Auf Kritik der Bürgerinitiative stoßen kürzlich aufgehängte Plakate, die das Wappen der Gemeinde zeigen und mit Argumenten wie „für unsere Kita“, für unsere Schule“, für unsere Vereine“ zu einem „Nein“ beim Bürgerentscheid aufrufen. Der Aufdruck „Windpark Bredenbek GmbH“ sei so klein, dass er kaum zu lesen ist, bemängelte Böttcher. Der Wähler werde vorsätzlich über die inhaltliche Herkunft der Aussagen getäuscht. Böttcher hat beim Kreis Rendsburg-Eckernförde die Entfernung der Wahlplakate gefordert.

Bei dem Bürgerentscheid am Sonntag, 30. November, im „Gasthof Krey“ sind alle Bredenbeker ab 18 Jahren stimmberechtigt. Wenn mindestens 20 Prozent der abgegebenen Stimmen „Ja“ lauten und diese die Mehrheit der Stimmen sind, ist der Bürgerentscheid erfolgreich. Das Ergebnis des Bürgerentscheids werde in der Abwägung der Gemeindevertretung berücksichtigt wie andere Stellungnahmen auch, erklärte Bürgermeister Bartelt Brouer. Aber: „Die Gemeindevertretung entscheidet.“

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erstellt am 25.Nov.2014 | 06:00 Uhr

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