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Rendsburg : Jetzt gibt es für den Obereiderhafen auch Preise

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Dritter Versuch einer Ausschreibung für Grundstücksflächen. Bewerbung „notfalls auf Bierdeckel“ reicht.

von
erstellt am 26.Sep.2013 | 19:04 Uhr

Nächster Versuch: Die Stadt Rendsburg sucht inzwischen zum dritten Mal per Ausschreibung nach Investoren für den Obereiderhafen. Nach zwei gescheiterten Anläufen soll das Gebiet nun durch ein vereinfachtes Verfahren und einige Änderungen an den Mann gebracht werden. Die Stadt verspricht sich davon einen Verkauf bis Mitte nächsten Jahres – und Einnahmen in Höhe von mehr als zwei Millionen Euro.

Der Rendsburger Bauausschuss stimmte in dieser Wochen den Unterlagen für die erste Phase der Ausschreibung zu, die wegen einer veränderten Rechtsprechung nicht mehr europaweit erfolgen muss. Weitere Anreize für Käufer: Die erlaubte Wohnquote wird auf 50 Prozent (bisher 30) erhöht, man kann sich nun auf kleinteilige Flächen seiner Wahl bewerben, und individuelle Bebauungskonzepte sind möglich.

In der ersten Phase reicht eine formlose Bewerbung (Bauamtsleiter Thomsen: „Notfalls auf einem Bierdeckel“), in der die Unternehmen sich darstellen und ihre Wünsche äußern.

Nach einer Vorauswahl soll Anfang November die zweite Phase beginnen. Dann geht es um das Nutzungskonzept, die Zahl der Arbeitsplätze, das städtebauliche Konzept, erste Entwürfe, Finanzierung, Wirtschaftlichkeit und Zeiträume der Verwirklichung. Für die Auswahl der Investoren hat die Stadt einen Kriterienkatalog entwickelt, nach dem die Entscheidungen für Bewerber getroffen werden.

Von den erleichterten Bedingungen verspricht sich die Stadt, diesmal tatsächlich die Wahl zu haben. Nach den ersten Ausschreibungen hatte sich lediglich ein Konsortium gemeldet, das dann den Zuschlag für das gesamte Gelände bekam. Das Projekt scheiterte, nachdem fünf Jahre Stillstand geherrscht hatte.

Bauamtsleiter Frank Thomsen stellte die Ausschreibungsunterlagen am Dienstagabend in der öffentlichen Sitzung des Bauausschusses vor. Das Gebiet ist in vier Abschnitte geteilt, für die Investoren sich bewerben können – auch für Teilstücke. In den Papieren werden erstmals auch Geldsummen genannt (siehe Grafik), die Thomsen als Mindestpreise bezeichnete. Das kleinste Grundstück (D) liegt zwischen Bahndamm und Tangente, ist 780 Quadratmeter groß und mit 81 000 Euro ausgezeichnet. Gegenüber, auf dem Gelände des ehemaligen Parkdecks, sind 1900 Quadratmeter verfügbar. Kostenpunkt: 129 000 Euro.

Mit Wasserblick wird die Angelegenheit teurer: Im nördlichen Teil des Hafens werden 4200 Quadratmeter für mindestens 689 000 Euro angeboten. Die 8200 Quadratmeter des südlich gelegenen Filetstücks kosten gut 1,3 Millionen Euro. Die errechneten Preise gelten für eine 50-prozentige Wohnquote.

Nächster Schritt ist eine Anzeigenkampagne in den großen norddeutschen Zeitungen und Fachblättern. In ihrer ersten Sitzung 2014 soll die Rendsburger Ratsversammlung im Idealfall entscheiden, welche Unternehmen den Zuschlag für die Bebauung des Obereiderhafens erhalten.

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