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Fussball-Verbandsliga : Jeromins letztes Heimspiel

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Mit ein bisschen Wehmut geht der Torhüter des Osterrönfelder TSV in die Partie heute gegen Gettorf.

Er habe schon öfter darüber nachgedacht, wie er diesen Moment erleben werde. Heute, um 15.30 Uhr führt Daniel Jeromin den Fußball-Verbandsligisten Osterrönfelder TSV ein letztes Mal auf das Feld am heimischen Bahndamm, wenn es gegen den Gettorfer SC geht.

Nach dieser Spielzeit wechselt der Torhüter zum TSV Bordesholm und wird dann möglicherweise in der Schleswig-Holstein-Liga, wenn der TSV seinen knappen Ein-Punkte-Vorsprung ins Ziel rettet, auflaufen. Das aber ist für Jeromin gedanklich noch ganz weit weg. „Es würde mich zwar umso mehr freuen, aber zunächst einmal geht es darum, die Saison mit dem OTSV erfolgreich zu Ende zu spielen“, sagt der Keeper. Der Klassenerhalt ist zwar gesichert, aber nach dem Heimspiel heute stehen noch zwei Auswärtspartien an (beim Preetzer TSV II und in Molfsee). Dennoch beschleicht Jeromin „ein komisches Gefühl. Es werden sicherlich einige Emotionen hochkommen.“ Und werden Tränen fließen? „Schwer zu sagen. Darauf bin ich selber gespannt“, orakelt er.

Trainer Olaf Lehmann verliert nicht nur einen sehr guten Torwart, „sondern auch einen Führungsspieler, der auch neben dem Platz immer vorangegangen ist“, erklärt der Coach. In den drei Jahren beim OTSV entwickelte sich der 23-Jährige zu einer Leitfigur. Vor zwei Jahren machte ihn der damalige Trainer Arne Steltner zum Kapitän. „Eine absolut richtige Entscheidung“, sagt Nachfolger Lehmann. „Man muss dann natürlich noch mehr Verantwortung übernehmen. Und dass nicht nur im Spiel, sondern auch im Training“, so Jeromin. Sportlich waren die drei Jahre geprägt vom Kampf um den Klassenerhalt. „Das war sicherlich nicht das Ziel, als ich hierher gekommen bin, aber ist auch nicht mehr zu ändern“, kartet er nicht nach. Im Gegenteil, er zieht das Positive aus diesen Situationen. „Man lernt, mit dem Druck und diesem Stress umzugehen. Auch das bringt einen weiter.“ Seit diesem Jahr wehrt er die Bälle nicht nur ab, sondern versenkt sie auch selbst. Als Elfmeterschütze seiner Elf brachte er es bisher bereits auf sechs Treffer.

Und sollte er heute einen Strafstoß für den Osterrönfelder TSV geben, wird er wieder antreten, um sich mit einem Highlight von dem Osterrönfelder Publikum zu verabschieden.

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erstellt am 17.Mai.2014 | 07:00 Uhr

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