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Neuer Vorstand gesucht : Jazzclub vor dem Aus?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Vorstandsposten konnten nicht neu besetzt werden. Eine außerordentliche Versammlung ist für den 15. April geplant.

Das Schicksal des Jazzladens in Hanerau-Hademarschen scheint besiegelt: Da sich in der Jahresversammlung keine Nachfolger für den aktuellen Vorstand fanden, findet im April eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt, bei der die Auflösung des Vereins verkündet wird. Nach 35 Jahren würde dies das Aus für den legendären Club bedeuten.

„Es sei denn, bei der außerordentlichen Versammlung erklären sich doch noch welche bereit, die Arbeit fortzusetzen“, hofft der bisherige Vorsitzende des Jazzladens, Marcus Gottschalk. Die Auflösung eines Vereins könne rund ein Jahr dauern. Selbst in dieser Zeit sei es noch möglich, einen neuen Vorstand zu bilden. „Somit ist noch nichts verloren. Es besteht die Chance, dass die Erfolgsgeschichte des Jazzladens fortgeschrieben wird“, sagte Gottschalk, der ebenso wie seine Frau Petra und Kassenwartin Ellen Jakubowski nicht wieder zur Wahl stand. Kommissarisch leiten die drei den Club bis zur Versammlung im April weiter.

Die beiden Konzerte am 8. Februar und am 5. April finden wie angekündigt statt. Dann aber sei für das Team nach zwölf Jahren Schluss. „Wir haben einfach keine Power mehr, bei uns zeigen sich allmählich Ermüdungserscheinungen“, nannte Marcus Gottschalk einen der Gründe für den Rückzug.

Die Entscheidung dazu sei schon länger gereift. Als er den Club übernahm, sei eigentlich geplant gewesen, die Leitung so nebenbei zu machen. „Aus diesem Nebenbei sind zwölf Jahre geworden. Nun ist es an der Zeit für neue Gesichter, die mit frischen Ideen und Elan den Jazzladen weiter leiten“, sagte Gottschalk. Es seien wirklich sehr schöne Jahre gewesen, mit einer Vielzahl unvergesslicher Konzerte, bei denen namhafte Musiker aus der ganzen Welt nach Hademarschen kamen und den Jazzladen zu Kultstatus verhalfen.

Nach wie vor sei er vom Konzept überzeugt, der Club sei gut aufgestellt und verfüge über viel Potenzial. Die Kombination aus Konzert verbunden mit dem Verkauf von Essen und Getränken sei ein Erfolgsrezept. Einziger Knackpunkt der vergangenen Jahre sei das zermürbende Theater um die Räumlichkeiten und die Auseinandersetzungen mit dem Verpächter gewesen. „Da der Saal auch für andere Veranstaltungen vergeben wurde, wusste man vor den Konzerten nie, in welchem Zustand er hinterlassen wurde“, erzählt Gottschalk. „Das hat wirklich Nerven gekostet“, bestätigt Ellen Jakubowski. Allerdings sei man mit dem Konzept nicht an den Ort gebunden, es könne auch woanders funktionieren.

Die außerordentliche Versammlung findet statt am 15. April um 19 Uhr in Struves Gasthof.

 

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erstellt am 31.Jan.2014 | 06:00 Uhr

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