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Fluglärm : Jageler Tornado-Donner nimmt zu

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Flugbewegungen am Fliegerhorst steigen bis 2019 um mehr als die Hälfte an. Die Luftwaffe gibt ein Gutachten zu Lärmschutzzonen in Auftrag.

Seit Montag hat der Flugbetrieb auf dem Fliegerhorst Jagel zwei Wochen lang deutlich zugenommen. Bis zu acht Tornado-Jets vom Taktischen Luftwaffengeschwader 33 in Büchel (Rheinland-Pfalz) sind zu Gast, weil deren heimischer Flugplatz wegen Sanierungsarbeiten geschlossen ist. Aber diese Ankündigung war nur eine Randnotiz bei der Tagung der Fluglärmkommission in der Kropper Kai-Uwe-von-Hassel-Kaserne. Denn vielmehr beschäftigte die versammelten Bürgermeister der Umlandgemeinden, wie sehr die Lärmbelastung durch die Ausbildung der angehenden Tornado-Piloten steigen wird.

Ende April hat im Taktischen Luftwaffengeschwader 51 „Immelmann“ in Jagel der erste Lehrgang mit vier Piloten und vier Waffensystemoffizieren begonnen. Ende Juli/Anfang August sollen sie ihre ersten Übungsflüge im Tornado absolvieren, erklärte Oberstleutnant Andreas Jeschek, Leiter der Ausbildungsstaffel. Bislang waren die Tornado-Piloten in Holloman (US-Bundesstaat New Mexico) geschult worden. Jeschek erläuterte, dass der Ausbildungsplan für einen Tornado-Piloten 52 Flüge vorsieht. Bei etwa einem Fünftel dieser Flüge würden auch jeweils drei bis vier Platzrunden gedreht, bei dem Anflüge trainiert würden. Damit verbunden sei eine entsprechend höhere Lärmbelästigung. Doch ein Großteil der Übungsanflüge werde auf den Ausweichflugplätzen in Wittmund (Niedersachsen) oder im süddänischen Skrydstrup stattfinden. Jeschek: „Die Piloten müssen auch diese Flugplätze kennenlernen.“

Insgesamt wird die Zahl der Starts und Landungen in Jagel deutlich zunehmen, deshalb wird man künftig in drei statt wie bisher zwei Schichten pro Tag fliegen. Die Zahl der Flugstunden steigt von 1830 auf 2875. Noch stärker wird sich die Piloten-Ausbildung auf die Zahl der Flugbewegungen auswirken, bei denen neben Starts- und Landungen auch die Übungsanflüge mitgezählt werden. In dieser Kategorie wird die Zahl von etwa 5000 im vergangenen Jahr auf geschätzte 8000 im Jahr 2019 hochschnellen.

Eine große Sorge in der Region besteht darin, dass sich der Fluglärm negativ auf den Tourismus auswirken könnte. Vor diesem Hintergrund empfahl Schleswigs Bürgermeister Arthur Christiansen, eine Neuberechnung der Lärmschutzzonen rund um den Fliegerhorst Jagel vorzunehmen. Ein entsprechendes Gutachten werde erstellt und an das zuständige Kieler Umweltministerium weitergeleitet, kündigte Ralf Hähn vom Zentrum Luftoperationen in Frankfurt an. Gegebenenfalls würden die Lärmschutzzonen dann angepasst. Allerdings sei mit einem Ergebnis nicht vor dem dritten Quartal 2018 zu rechnen, so Hähn. Der Stützpunkt Jagel stehe auf der Prioritätenliste seiner Behörde nicht an oberster Stelle. Geschwaderkommodore Michael Krah und auch sein Nachfolger Kristof Conrath versicherten, dass man bemüht sei, die Lärmbelastung so gering wie möglich zu halten.

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erstellt am 31.Mai.2017 | 11:58 Uhr

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